Onodi: Internationale Studie bestätigt NÖ-Initiative zur Schlaganfall-Akutbehandlung

"Stroke Units” in den KH Wr. Neustadt, Horn, St. Pölten und Mistelbach

St. Pölten, (SPI) – "Eine jüngst veröffentlichte internationale Studie unter österreichischer Beteiligung beweist, daß Schlaganfallpatienten möglichst sofort in eine spezielle
Abteilung - "Stroke Unit" - eingewiesen werden müssen. Binnen drei Stunden nach dem Auftreten der Symptome ist die Chance am größten, durch die medikamentöse Auflösung des im Gehirn aufgetretenen Blutgerinsels Langzeitschäden zu verhindern. Die sogenannte "ECASS-II-Untersuchung”, an der auch Spezialisten von Kliniken in Graz,
Klosterneuburg, St. Pölten, Salzburg und Wien beteiligt waren, ist eine Bestätigung der Initiative von Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer, in Niederösterreich flächendeckend sogenannte "Stroke Units” – Stationen zur Schlaganfall-Akutbehandlung – einzurichten”, freut sich die Gesundheitssprecherin der NÖ Sozialdemokraten und 2. Präsidentin des NÖ Landtages, Abg. Heidemaria Onodi. Diese Stationen sind in den KH Wr. Neustadt, Horn, St. Pölten und Mistelbach geplant.****

Wird ein Schlaganfall frühzeitig erkannt und innerhalb von 180 Minuten entsprechend ärztlich versorgt, so hat man gute Chancen, den Schlaganfall ohne Folgen bzw. mit geringeren Folgen zu überstehen. "Niederösterreich beginnt an den genannten Standorten jeweils mit einem Ausbau von vier bis sechs Stroke-Unit-Betten im Rahmen einer neurologischen Station, wobei das Gesundheitsressort pro Bett 1 Million Schilling aus einer Sonderfinanzierung zu den Errichtungskosten zuschießen wird”, so Onodi.

Allein in Österreich erleiden pro Jahr rund 35.000 Menschen einen Schlaganfall, mehr als 10.000 Personen sterben daran. In der Studie wurde nachgewiesen, daß durch eine zeitgerechte Anwendung einer das Blutgerinsel auflösenden Substanz die Rate der Langzeitschäden -Behinderungen und Lähmungserscheinungen – um ca. 16 Prozent verringert werden. Weiters war die Sterblichkeit der Patienten von 20,5 Prozent binnen 90 Tagen auf 17,3 Prozent zurückgegangen. "In Niederösterreich sterben jährlich 2.000 Menschen an Schlaganfällen, 10.500 Menschen leben mit den Folgen eines Schlaganfalles. Durch die Einrichtung der "Stroke Units" und bei entsprechender Aufklärung der Bevölkerung könnte die Sterblichkeit jährlich um 400 Personen gesenkt werden, die Spätfolgen würden zudem deutlich reduziert”, so die SP-Gesundheitssprecherin abschließend.
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