AK: Verunsicherung der Sparer ist unseriös

Wien (OTS) - Die AK Konsumentenschützer stellen klar: Die Spareinlage des Konsumenten ist bei einer Bank bis zur Höhe von 260.000 Schilling abgesichert. Das gilt auch dann, wenn etwas höhere Zinsen allgemein bei dieser Bank gewährt werden. Die Diskont Bank-Kunden werden derzeit verunsichert, daß sie im Konkursfall wegen der höheren Zinsen um ihre Spareinlagen umfallen könnten. ****

Bei der AK melden sich zahlreiche verunsicherte Diskont Bank-Kunden, die fürchten, daß sie im Konkursfall der Diskont Bank um ihre Spareinlagen umfallen, weil diese ihren Sparern überhöhte Zinsen gewährt hätte.

Die AK Konsumentenschützer stellen klar: Jedes Kreditinstitut, das sicherungspflichtige Einlagen entgegennimmt, muß der Einlagensicherung des jeweiligen Fachverbandes angehören. Die Spareinlagen sind bei der Bank bis zu einer Höhe von 260.000 Schilling pro Person abgesichert.

Das Gesetz schließt zwar bestimmte Einlagen von der Einlagensicherung aus, wie beispielsweise Einlagen, für die der Einleger vom Kreditinstitut auf individueller Basis Zinssätze oder andere finanzielle Vorteile erhalten hat - aber nur dann, wenn sie zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage des
Kreditinstitutes beigetragen haben. Die AK Konsumentenschützer:
"Bei den Geldmarktanlagekonten der Diskont Bank kann davon wohl keine Rede sein, da die gewährten höheren Zinsen allgemein angeboten und nicht im einzelnen ausgehandelt wurden."

Aber selbst für den Fall, daß höhere Zinsen individuell vom einzelnen Sparer ausgehandelt worden wären, käme ein Ausschluß aus der Einlagensicherung nur dann in Betracht, wenn diese Zinssätze
zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage des
Kreditinstitutes beigetragen hätten. Ob ein diesbezüglicher Zusammenhang tatsächlich besteht, wäre im Einzelfall dann erst zu überprüfen.

Klarstellungsbedarf sehen die AK Konsumentenschützer allerdings für den Fall, wenn der höhere Zinssatz individuell ausgehandelt wurde und nicht allgemein angeboten wird. Die AK verlangt daher
eine konkretere Fassung der Ausnahmebestimmung, um zu verhindern, daß schon geringfügig höhere, vom Sparer ausgehandelte Zinsen, zu Rechtsunsicherheit führen können. "Gerade das individuelle Aushandeln von etwas höheren Zinsen ist üblich und dazu muntert auch durchaus die Bankenseite ihre Kunden auf", so die AK.

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Presse Doris Strecker
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