Dirnberger: Selbstmedikation entlastet Volkswirtschaft um 2 Milliarden Schilling

"Ärzte verhindern Ausweitung der Rezeptfreiheit aus Angst um Gewinnverluste"

Wien (OTS) - Als Verhöhnung der Bevölkerung bezeichnet AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) die Argumente des Ärztekammerfunktionärs Dr. Pjeta gegen die Selbstmedikation. "Wenn Pjeta sagt "Ich glaube nicht, daß die Selbstmedikation der Gesundheit wirklich dienlich ist" (Ärztemagazin Nr. 41/98), dann gesteht er der Bevölkerung nicht zu, selbstverantwortlich für die eigene Gesundheit tätig sein zu können", kritisiert Dirnberger die Verhinderungspolitik der Ärztekammer bei der Selbstmedikation.

Dirnberger verweist in diesem Zusammenhang auf die ablehnende Haltung des Arztes und freiheitlichen Gesundheitssprechers Dr. Pumberger. "Wenn es den Herrn Ärzten, das zeigt das Beispiel von Dr. Pumberger sehr deutlich, um das Einkommen geht, kennen sie keinen Genierer. Zuerst kämpft Pumberger um seine ärztliche Hausapotheke, die als eine der umsatzstärksten in Österreich gilt, und nun will er die Patienten entmündigen, um selbst weiterhin kräftig abkassieren zu können", zeigt Dirnberger die Hintergründe auf.

Ärzte haben kein Monopol beim Wissen um Medikamente

Nach einer Studie von Univ.Prof.Dr. Engelbert Theurl vom finanzwissenschaftlichen Institut der Uni Innsbruck, würde eine Ausweitung der Rezeptfreiheit in Österreich die Volkswirtschaft um mehr als zwei Milliarden Schilling entlasten. "Diese Ersparnis und die mangelnde Kompetenz der Ärzte bei Arzneimittel, denn diese beziehen ihr Wissen über Medikamente im wesentlichen von den Pharmareferenten der Industrie, sind wichtige Argumente für mehr Selbstmedikation. Die Apotheker als die Berater bei der Selbstmedikation haben sich ihr Wissen über Medikamente in einem mehrjährigen Studium erworben. Sie sind der notwendige Sicherheitsfilter", unterstreicht Dirnberger seine Argumente für mehr Selbstmedikation.

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