LHStv. Höger übergab 75.000 Unterschriften gegen Sonntagsarbeit Es geht um die Familien, Angestellten und kleinen Gewerbetreibenden

Niederösterreich (OTS-SPI) Über 75.000 Niederösterreicher haben die von Landeshauptmannstv. Ernst Höger gestartete
Initiative gegen die Einführung genereller Sonntagsarbeit unterschrieben. Im Rahmen des Bundesparteitages der SPÖ in
Wien wurden diese Unterschriften heute von LHStv. Höger an Bundeskanzler Viktor Klima und SP-Klubchef Peter Kostelka übergeben.

"Über 75.000 allein in NÖ gesammelte Unterschriften,
davon bemerkenswert viele von Gewerbetreibenden und deren
Familien, sind ein deutliches Signal dafür, daß die Bevölkerung für den Erhalt des freien Sonntags eintritt", sagte Höger und betonte, "daß der freie Sonntag besonders für die Familien von enormer Bedeutung ist, denn immerhin handelt es sich um den
einzigen Tag, an dem sie noch gemeinsam etwas unternehmen
können."

Er unterstrich, daß eine Ausdehnung von Geschäftsöffnungszeiten auf den Sonntag nicht nur gegen die Interessen der Familien, sondern auch gegen jene der Handelsangestellten und der kleinen und mittleren
Gewerbetreibenden gerichtet sei: "Man kann es drehen und
wenden wie man will: Sontagsöffnung bedeutet Sonntagsarbeit:
das negativste Beispiel hierfür, ist die von LH Pröll gegen den Willen der Arbeitnehmer durchgesetzte Multiplex-Regelung."

"Eine besondere Belastung bedeutet Sonntagarbeit aber
auch für die kleinen Gewerbetreibenden: Denn Sonntagsöffnungszeiten nützen allein den Handels-Multis, die
auf diese Weise 7 Tage in der Woche Profite machen können.
Auf der Strecke bleiben hierbei die Kleinen, aber auch die Nahversorgungsstruktur".

"Uns geht es um Fairneß: Fairneß gegenüber den Familien,
den Handelsangestellten und den kleinen Gewerbetreibenden.
Wir sind nicht generell gegen eine Flexibilisierung, aber schon jetzt dürfen Geschäfte 66 Stunden in der Woche und damit
27,5 Stunden mehr als die normale Wochenarbeitszeit
offenhalten - das müßte reichen. Der Sonntag muß der Familie gehören. Deshalb sagen wir ganz klar "Nein zur Einführung genereller Sonntagsarbeit" und fordern die sofortige
Rücknahme der arbeitnehmerfeindlichen Multiplex-Regelung
durch LH Pröll", sagte er abschließend.
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