WKÖ-Präsident Maderthaner mit Firmendelegation nach Sofia

Österreichischer Investitionsschub in Bulgarien - Exporte florieren

Wien (PWK) - Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner reist am Montag (2. November) auf Einladung des dortigen Vizepremierministers Boshkov und des Handelsministers Vassilev nach Sofia, wo er mit dem bulgarischen Staatspräsidenten Peter Stojanov sowie mit hochrangigen Vertretern von Wirtschaft und Politik zusammentreffen wird. Ziel des Besuches ist der Ausbau der österreichisch-bulgarischen Wirtschaftsbeziehungen. In Begleitung des WKÖ-Präsidenten fahren auch sechs österreichische Firmen nach Sofia, die konkrete Projekte in Bulgarien verfolgen. Maderthaner wird in der bulgarischen Hauptstadt eine zukünftige Ausbildungsstätte besuchen, die nach WIFI-Muster aufgebaut werden soll, und an der Eröffnung des neuen Raiffeisenbank-Gebäudes teilnehmen. ****

Der österreichisch-bulgarische Warenaustausch floriert, teilt WKÖ-Referent Sepp Dabringer mit. In den ersten sieben Monaten 1998 haben die österreichischen Exporte um 65 Prozent , die Importe um 37 Prozent zugenommen. Das sei umso signifikanter, als bereits 1997 Rekordwerte im beidseitigen Warenaustausch erzielt wurden: 1,8 Mrd S bei den Exporten, eine Mrd S bei den Importen. Für das nächste Jahr erwartet Dabringer einen weiteren Exportanstieg, nicht zuletzt auch wegen eines bulgarischen Großauftrages für Hard- und Software, der kürzlich an eine österreichische Firma vergeben wurde.

Auffallend ist der starke Anstieg der österreichischen Investitionen in Bulgarien im laufenden Jahr, bemerkt Dabringer. Laut jüngst veröffentlichten Daten liege Österreich im Zeitraum Jänner bis September auf dem zweiten Rang hinter den USA, was Neuzugänge bei Auslandsinvestitionen betrifft. Derzeit nimmt Österreich mit einem gesamten Investitionsvolumen von 1,1 Mrd S den sechsten Platz unter den Auslandsinvestoren in Bulgarien ein. Heimische Firmen sind an rund 600 bulgarischen Unternehmen beteiligt.

Die zunehmende wirtschaftliche und politische Stabilisierung in Bulgarien sowie das neue Investitionsförderungsgesetz wirken sich positiv auf die Investitionstätigkeit aus, erklärt Dabringer. Dazu komme noch die Beschleunigung des Privatisierungsprozesses. Österreichische Unternehmen seien sowohl an der Gründung von neuen als auch an der Übernahme von bestehenden, privatisierten Unternehmen engagiert.

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WKÖ, AW-Abteilung
Tel: 50105/DW 4442Dr. Sepp Dabringer

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