Rechtschreibreform - Hilfe via Hotline?

ViKOM fordert mehr Professionalität

Wien - Da die Rechtschreibreform nun mit Sicherheit kommen
wird, sieht der Verband für interne Kommunikation (ViKOM), in dem rund 250 der wichtigsten Unternehmen Österreichs vertreten sind, einmal mehr Handlungsbedarf. Der ViKOM befürchtet nämlich, daß auch die Umsetzung dilettantisch verlaufen wird.

Wenn 90 Prozent der Unternehmen, so ViKOM-Präsident Mag. Ernst Primosch, die Reform ablehnen, dann hat das einen Grund. Auch wenn Nicht-Kommunikation eine Art von Kommunikation ist, sollte die jetzige Phase der Umstellung professionell vom Staat unterstützt werden.

Insbesondere Klein- und Mittelbetrieben sollte die Umstellung erleichtert werden, indem ihnen der Verursacher bei der Umsetzung hilft. Zwar sind auch große Unternehmen von der Rechtschreib-reform massiv betroffen, diese sind aber eher in der Lage, ihren Mitarbeitern eine professionellere Ausbildung angedeihen zu
lassen.

Der ViKOM regt daher an, im Unterrichtsministerium möglichst rasch eine kostenfreie Hotline einzurichten, die jedem in Zweifelsfällen der Rechtschreibung mit Rat zur Seite steht. Eine solche Hotline wäre ein wichtiger und richtiger Schritt hin zu einem professionelleren Umgang mit der Reform.

Generell empfiehlt der ViKOM seinen Mitgliedern den Umstieg auf die neue Rechtschreibung zu jenem Zeitpunkt, zu dem auch die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen mit ihrer Umstellung beginnen. Dies wird aus heutiger Sicht der 1. August 1999 sein.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Ernst Primosch
Tel.: (01) 71104-254
Mag. Christian Haunold
Tel. (01) 71135-2463

ViKOM - Verband für interne Kommunikation

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