"Gesunde Schweiz?" 1. Teil

Statement von Dr. Heinz Dopplinger, Präsident des Vital-Clubs der Austria-Collegialität

Wien (OTS) - In einem Pressegespräch, veranstaltet von den Austria-Collegialität Versicherungen, am 29.Oktober 1998 zum Thema "Gesunde Schweiz?" wurden Parallelen und Unterschiede des Schweizer und des österreichischen Gesundheitswesens aufgezeigt und diskutiert. Referneten waren Dr.Christian Richner, Interdisziplinärer Berater im Gesundheitswesen, Winterthur, und Dr.Heinz Dopplinger, Präsident des Vital-Clubs der Austria-Collegialität. Im Anschluß finden Sie die Statements und die Lebensläufe der Referenten. Die Presseunterlagen finden Sie auch auf der Austria-Collegialität
Homepage: www.austriacoll.at

Statement von Dr. Heinz Dopplinger, Präsident des Vital-Clubs der Austria-Collegialität:

"Entwicklungen im österreichischen Gesundheitswesen"

Im internationalen Vergleich sind die Österreicher noch immer "Europameister im Krankenhausliegen". Das neue LKF-System, das seit eineinhalb Jahren in Kraft ist, hat noch keine Trendwende eingeleitet.

Warum Leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung (LKF)

Drei Hauptziele wurden mit der Einführung des LKF verfolgt:

o gerechtere Finanzierung auf der Basis eines "eingefrorenen Mittelzuflusses" aus dem jeweiligen Landeskrankenanstaltenfonds

o Verkürzung der durchschnittlichen Verweildauer im Spital
o Verminderung der Fallhäufigkeit mit einer Stärkung des extramuralen Bereiches

Erste Ergebnisse

Eine erste Auswertung der Privaten Krankenversicherung der BARC-Gruppe ergab für das Jahr 1997 österreichweit steigende Fallzahlen (+2,0% bei etwa gleicher Versichertenanzahl) und keine signifikanten Veränderungen bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Sie ist - wie in den vergangenen Jahren - um 2,3% gesunken. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1998 hat sich der Trend zu mehr Fällen nochmals verstärkt. Österreichweit wurden 4,9% mehr Fälle registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich mit 8,7 Tagen kaum verändert.

Auch bei der Verteilung der Fälle hinsichtlich der durchschnittlichen Verweildauer gibt es keine signifikanten Veränderungen: Der Anteil der kürzeren Aufenthalte (1-7 Tage) ist geringfügig gestiegen, der Anteil der längeren (8 bis 14 Tage) und ganz langen Aufenthalte (mehr als 15 Tage) ist etwas gesunken.

In Österreich hat es also noch keine erkennbare Strukturveränderung vom stationären zum extramuralen Behandlungsgeschehen gegeben.

Dr.Heinz Dopplinger

Dr.Heinz Dopplinger ist Präsident des Austria Vital-Clubs und war über lange Jahre die herausragende Persönlichkeit der österreichischen privaten Krankenversicherung.

Er war seit 1956 in der Versicherungswirtschaft tätig. Seit 1960 beschäftigte er sich im wesentlichen mit der Privaten Krankenversicherung (PKV), wobei er seine Ausbildung u.a. von Gen.-Dir.Dr.Tosberg, dem Begründer der modernen PKV, in Deutschland bekam.

Dr.Dopplinger war ab 1961 in der Sektion Krankenversicherung des Versicherungsverbandes tätig. Ab 1993 war er Vorsitzender dieser Sektion und somit der offizielle Sprecher der Privaten Krankenversicherer in Österreich. Ab 1986 war Dr.Dopplinger für die Krankenversicherung zuständiges Mitglied des Vorstandes des Austria Versicherungsvereines a.G., seit 1991 Vorstandsmitglied der Austria-Collegialität und in selber Funktion seit 1997 auch Vorstandsmitglied der Bundesländer-Versicherung. Seit 1.Jänner 1998 ist Dr.Dopplinger in Pension

Lebenslauf in Kurzform:

Dr.Heinz Dopplinger geboren am 21.April 1932 in Wien, aufgewachsen in Niederösterreich
Humanistisches Gymnasium in St. Pölten
Studium der Rechtswissenschaften in Wien
1954 Promotion zum Dr.Juris
Seit 1956 in der Versicherungsbranche
Dr.Dopplinger ist verheiratet, Vater von drei Kindern und sechsfacher Großvater (Forts.)

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