Cerwenka: Lehrer empört - Gehaltsabzug für Feuerwehreinsatz

Rettung, Zivilschutz, Feuerwehr – VP-Unterrichtsministerin Gehrer hat Handlungsbedarf

St. Pölten, (SPI) – "Unsere Gesellschaft ist den tausenden freiwilligen Helfern und ehrenamtlichen Mitarbeitern bei den Feuerwehren, den Rettungsdiensten, beim Zivilschutz und anderen Institutionen zu Dank verpflichtet – und doch wird ihnen ihre Einsatzbereitschaft zunehmend vergällt. Jüngstes Beispiels ist die Regelung (§61) betreffend der Bezahlung von Lehrkräften, die direkt aus dem Klassenzimmer zu einem Einsatz gerufen werden. Die ehrenamtlich geleisteten Stunden führen in vielen Fällen dazu, daß tatsächlich gehaltene Stunden einfach nicht bezahlt werden, kritisiert der Schulsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helmut Cerwenka. Der jüngste Fall eines Lehrers, der als Feuerwehrmann in Stockerau in seiner Funktion als Feuerwehrtechniker (Austritt von Flüssiggas aus einem Tank, höchste Explosionsgefahr in einem Wohngebiet) zu einem Einsatz gerufen wurde, erregt zu Recht die Kritik der Lehrerschaft.*****

"Überhaupt nicht einsichtig ist in diesem Zusammenhang, daß auch der NÖ Landesschulrat, dessen Präsident LH Erwin Pröll ist, keinen Grund zum Einschreiten sieht und die vorliegende Rechtsgrundlage offensichtlich kritiklos zur Kenntnis nimmt", so der SP-Schulsprecher. LH Erwin Pröll hat damit klar sein Versprechen, daß keinem Freiwilligen durch sein Engagement ein Schaden entstehen soll, gebrochen. "Ich fordere daher den Landeshauptmann auf, bei seiner Parteikollegin Gehrer vorstellig zu werden und raschest eine Änderung der Gehaltsregelung zu urgieren", so Cerwenka. Viele Lehrkräfte haben bereits angekündigt, ihr ehrenamtliches Engagement zu überdenken. Gehrer muß sofort Ausnahmeregelungen für Lehrkräfte und damit geänderte Abrechnungsmodalitäten schaffen. "Ehrenamtlich Tätige dürfen nicht auch noch finanziellen Schaden erleiden – wir müssen sie vielmehr unterstützen und ihren helfen wo es nur geht. Wenn all die freiwilligen Leistungen – und zwar geleistet durch Angehörige aller Berufsgruppen – bezahlt werden müßten, so wäre dies wohl unfinanzierbar, so Cerwenka abschließend.
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