Die fünf Klippen in der Ehe / Wie sich die ersten Warnzeichen für Krisen erkennen lassen

Stuttgart (ots) - "Die ideale Ehe gibt es nicht," sagt der Paartherapeut Norbert Kellerbauer. Der Glaube an die lebenslange Liebe reicht nicht, Partner müssen sich immer wieder um Lösungen bemühen. Die fünf großen Stolpersteine der Ehe zeigt die Zeitschrift Das Beste - Reader's Digest in ihrer Novemberausgabe.

Zu hohe Erwartungen. Vorauszusetzen, daß der Partner Gedanken oder Gefühle erahnt oder erspürt, macht jede Beziehung schwierig. Der Partner kann nicht wissen, welches die Wünsche an ihn sind, nur weil er mich liebt. Man muß schon aussprechen, was man von ihm will. Auch ist der Partner nicht dafür da, einen glücklich zu machen. Man muß dafür ständig selbst etwas tun.

Das nachlassende Gespräch. Ein oft übersehenes Warnsignal:
Schweigen breitet sich aus zwischen den Partnern. Oft kommt dazu, daß ein oder sogar beide Partner einem möglichen Konflikt aus dem Weg gehen. Der ständige Dialog zwischen den Ehepartnern ist aber sehr wichtig. Ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt für ein Gespräch zu finden, so hilft es manchen Paaren, einen Termin dafür zu vereinbaren.

Die kleinen Entfremdungen. Der Abschiedskuß am Morgen oder die Umarmung zur Begrüßung sind Gesten, mit denen die Partner ihre Zuneigung zeigen. Fallen die kleinen Aufmerksamkeiten weg, signalisiert das: Du bist mir nicht mehr wichtig! Beide werden unzufrieden, jeder wartet darauf, daß der andere den Anfang macht. Mit kleinen Aufmerksamkeiten können Paare aber ihre Ehe frisch halten. Dann weiß der andere: Ich bin dem Partner noch etwas wert.

Kampf um Gleichwertigkeit. Die Gleichwertigkeit in der Beziehung ist kein festgeschriebener Zustand, sondern fordert Entwicklung. Insbesondere wenn Kinder kommen, können hier Probleme auftreten, wenn die Frau sich durch ihre Mutterrolle benachteiligt fühlt. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen beider Partner. Beides muß immer wieder neu definiert, Regeln und Aufgaben müssen verändert werden. Das Paar muß immer wieder neu einteilen, wer wofür zuständig ist.

Keine Weiterentwicklung. In jeder Beziehung gibt es Entwicklungszyklen. Die erste Phase der Ehe ist der Aufbau der Partnerschaft. In dieser Zeit sind die Partner nur auf sich bezogen und bilden eine enge Gemeinschaft. Die nächste Phase beginnt, wenn die Kinder flügge werden oder auf die höhere Schule wechseln. Eine ähnliche Situation entsteht, wenn es im Beruf Veränderungen gibt. Sind die Kinder ganz aus dem Haus, beginnt die dritte Phase. Die Partner müssen sich oft erst wieder an das Alleinsein miteinander gewöhnen. Und dann folgt die Altersehe. Oft kommt es zu neuen Machtkämpfen, vor allem, weil der Beruf wegfällt. Eigene und gemeinsame Hobbys helfen den Partnern, diese Jahre zu genießen und gemeinsam alt zu werden.

ots Originaltext: Verlag Das Beste GmbH
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