WHO-Experte gibt Entwarnung für die Mobilkommunikation Forum Mobilkommunikation sieht weiteren Informationsbedarf in der Öffentlichkeit

wien (OTS) - Dr. Mike Repacholi, Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Leiter jenes Projektes, das sich mit der Erforschung von gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder beschäftigt, gab gestern im Zuge eines ebenfalls diesem Thema gewidmeten Workshops an der Universität in Wien eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung und dabei gleichzeitig Entwarnung: Er verstehe, daß die Menschen besorgt seien, aber in seiner Abteilung - die immerhin alle Forschungsprojekte zu diesem Thema weltweit koordiniert - sei bis dato kein Fall von gesundheitlicher Beeinträchtigung des Menschen durch Handys oder Sendestationen bekannt. Die Forschungen würden selbstverständlich fortgeführt und bei den geringsten Anzeichen von gesundheitlichen Auswirkungen würde man dies unverzüglich bekannt geben, aber derzeit bestehe kein Anlaß für irgend-welche Befürchtungen.

Michaela Reeh, Geschäftsführerin des Forum Mobilkommunikation (FMK), die ebenfalls an dem Workshop teilnahm, begrüßt die von der WHO international koordinierten Forschungsaktivitäten und weist in Übereinstimmung mit Repacholi darauf hin, daß es keine neuen Erkenntnisse gäbe und die präsentierten Studien bislang noch nicht reproduziert wären, sodaß eindeutige Aussagen über nichtthermische Effekte heute gar nicht getroffen werden dürften. "In Österreich orientieren wir uns an den aktuellen und im April 98 von der Int. Strahlenschutz-kommission (ICNIRP) bestätigten Personenschutzgrenzwerten", so Reeh, "und alle aktuellen Resultate und neuen Erkenntnisse fließen laufend in die Grenzwertem-pfehlungen der WHO ein, an die wir uns selbstverständlich gebunden fühlen!"

Abschließend resümiert Michaela Reeh: "In Zeiten, in denen Handys immer häufiger zum Lebensretter werden und auch der Wirtschaftsfaktor Mobilkomm-unikation ständig an Bedeutung gewinnt, ist der Nutzen der Mobilkommunikation sicher unbestritten. Allerdings wächst gleichzeitig das Informationsbedürfnis zu diesem Thema. Ein klarer Auftrag an das FMK, weltweit alle Erkenntnisse zu diesem Thema zu sammeln und an die österreichische Öffentlichkeit weiter-zugeben, um Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung zu begegnen."

Für Rückfragen: FMK - Forum Mobilkommunikation, Michaela Reeh, Tel:
01/588 39-38 oder 0676/30 111 90

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