Schwerpunkt Zeit für Ausstellungen und Konzerte

Kunsthalle Krems stellt Jahresprogramm 1999 vor

St.Pölten (NLK) - "Die Kunst der Zeit" ist das Jahresmotto, unter das die Kunsthalle Krems ihr Jahresprogramm für 1999 gestellt hat, ein Jahr, das landläufig als das letzte unseres Jahrtausends gilt. Wenn dieses Jahrtausend zu Ende geht, kommt der Faktor "Zeit" besonders ins Bewußtsein und liefert der Kunsthalle das Jahresmotto.

Zwei große Ausstellungen im Hauptgebäude der Kunsthalle zeigen die Bereiche Fotografie und Kunstgeschichte unter dem Aspekt der Zeit:
"Tomorrow for ever - Fotografie als Ruine" bietet ein eigenes Zeitbild der Geschichte, wobei den Implikationen von Zeit und Fotografie in Form verschiedener thematischer Parcours nachgespürt wird. Diese Ausstellung wird vom 28. Februar bis Anfang Mai 1999 präsentiert, 250 Werke sind zu sehen. 200 Werke bildender Künstler seit der Renaissance werden unter dem gleichen Aspekt vom 16. Mai bis Anfang Oktober 1999 ausgestellt, darunter Bilder von Lovis Corinth, Albrecht Dürer, William Hogarth, Hans Makart, Claude Monet, Arnulf Rainer und vielen anderen.

Eine weitere Ausstellung befaßt sich mit dem Thema "Time - Based -Art - neue Zeitpraktiken der Medienkunst". Sie beginnt am 12. Dezember 1999 und ist bis Februar 2000 zu sehen. Im Zentrum stehen Werke der Medienkunst, welche die Zeit erforschen, Film und Video ebenso wie Computerarbeiten. Kurator dieser Schau ist Peter Weibel. Sie wird im Jahr 2000 auch in London präsentiert. "Design und Zeit" ist das Thema einer weiteren Schau, die vom 10. Oktober bis Ende November 1999 zu sehen ist. Thematisch passend gibt es Ende Februar 1999 ein internationales Symposion zum Thema Zeit.
Auch das Musikprogramm wurde für das kommende Jahr bereits festgelegt: Von Jänner bis November gibt es eine Reihe von Konzerten mit zeitgenössischer und klassischer Musik, aber auch mit experimentellen Werken. Unter den Künstlern: Gidon Kremer, Franz Haselböck und Ernst Kovacic. Ein Höhepunkt: das Festival für neue Volksmusik "Glatt & verkehrt".

Neben der Festlegung der inhaltlichen Schiene denkt man in der Kunsthalle auch an eine "Rundumerneuerung": Nach einigen Jahren Betrieb soll nicht nur frisch ausgemalt werden, sondern auch technisch aufgerüstet: In bestimmten Bereichen wird eine Klimaanlage eingebaut. An die Kunsthalle wurde auch das Angebot herangetragen, die Artothek des Landes im gegenüberliegenden Eybl-Depot zu führen. Da an eine Kunst-Ausleihe gedacht ist, die mit großem Arbeitsaufwand verbunden ist, ist darüber die Entscheidung noch nicht gefallen.

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