LIF NÖ: Neue Belastungen für Schaf- und Ziegenbauern

Liberaler Agrarsprecher Reisenberger gegen Schröpfung durch Funktionäre von geplanter Erzeugergemeinschaft

St. Pölten (OTS) - Der liberale Landwirtschaftssprecher Ing.
Rudolf Reisenberger kritisiert Pläne der Arbeitsgemeinschaft für Schafzüchter zur Schaffung einer Erzeugergemeinschaft (EZG). "Diese EZG wird den einzelnen Schafbauern teuer zu stehen kommen", so Reisenberger, und weiter: "Ich verstehe nicht, daß die NÖ Landeslandwirtschaftskammer, die seit 20 Jahren Mitglied der ARGE ist, diese Belastung für ihre Mitglieder mittragen will."***

Die Kritikpunkte im einzelnen:

*Vermarktungsgebühren pro kg Lammfleisch und pro Liter Schafmilch

*Projektierte Personalkosten von ca. 3 Mio (!) per anno *Verpflichtende (!) Vermarktung der Gesamtmenge über die EZG *Festlegung marktüblicher Preise (ausländische Lämmer in St. Marx: ca. 45.-)
Derzeit vermarktet der NÖ Schafzuchtverband zwischen 50 und

70.-

*Der Ziegenmilchpreis soll mit 5.- pro Liter festgelegt werden (!!!)

*Das Lammfleisch soll nur über die AMA vermarktet werden, was zusätzliche Kosten bedeutet
*Jeder Bauer muß 3000.- in die Gesellschaft einzahlen
*Die Lämmer sollen von einer zentralen Stelle vermarktet
werden (dies bedeutet Lebendlämmertransporte durch ganz Österreich)

*Der vorrangige Absatzweg soll der Export werden, der
Inlandsmarkt ist sekundär Auch der Obmann des Nö Landeszuchtverbandes für Schafe und Ziegen, ÖkRat Dir. Franz Krenthaller, spart nicht mit Kritik: "Der Nö. Verband vermarktet seit über 20 Jahren für Mitglieder des Nö Lammfleischfrisch an den Lebensmittelhandel ohne Zwischenhandel und ohne Gebühren von den Bauern einzuheben. Wir liegen mit etwa 62.- ohne Mwst auch erheblich über dem "marktüblichen Preis" von 45.- ab St. Marx für englische Lämmer! Nicht zuletzt deshalb sind wir bereits 1983 aus der ARGE ausgetreten."

Der Agrarfachmann vom Liberalen Forum, Ing. Reisenberger, dazu: "Hier werden funktionierende Strukturen zu Schaden der Bauern geopfert, um politischen Einfluss, bezahlte Funktionärsjobs und Kontrolle über die Landwirte zu bekommen. Während die Liberalen das selbstständige Unternehmertum in der Landwirtschaft fördern, nimmt die Landwirtschaftskammer und der Bauernbund die Landwirte ans Gängelband von politischen Funktionären und ineffizienter AMA und das noch zu weit schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen, als bäuerliche Vermarkter selbst fähig sind."

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