Leischko: "Fairer Lohn-Abschluß im Metallgewerbe"

PWK (Wien) - Am Donnerstag, dem 22. Oktober 1998, konnte nach sehr schwierigen Verhandlungen in den späten Abendstunden Einigung über den neuen Kollektivvertrag für die rund 110.000 Arbeiter des Metallgewerbes (inkl. Lehrlinge) erzielt werden. Die Mindestlöhne werden 1999 - wie in der Vergangenheit - analog den Industriesätzen um 3,7 Prozent erhöht. Die Ist-Löhne steigen um 2,5 Prozent, die Lehrlingsentschädigungen werden um 2,4 Prozent angehoben. Im Unterschied zur Industrie wurde keine Einmalzahlung (Industrie: 2.500 Schilling) und keine arbeitsrechtliche Angleichung von Arbeitern und Angestellten zugestanden. ****

Eduard Leischko, Hauptverhandler der Arbeitgeber des Metallgewerbes: "Das Hauptproblem der Verhandlungen war es, die unterschiedliche wirtschaftliche Lage des Metallgewerbes im Vergleich zur Industrie zu berücksichtigen. Daher konnte ich weder eine Konjunkturprämie zugestehen noch eine Angleichung Arbeiter/Angestellte, weil dies die Lohnnebenkosten in die Höhe getrieben hätte. Und ich habe auch bei der Ist-Lohnerhöhung und den Lehrlingsentschädigungen auf Zurückhaltung drängen müssen. Letztlich ist es mit guten Argumenten gelungen, die gesamte Kostenbelastung durch den neuen Kollektivvertrag um mehr als ein Drittel unter jener der Metallindustrie zu halten".

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