NÖ Frauen wollen Besserstellung:

Landesfrauenkonferenz formulierte Forderung an Bund

St.Pölten (NLK) - "Die Frauen haben eine berechtigte
Zukunftsangst, was die wirtschaftliche Absicherung im Alter betrifft", meint Ingrid Grün, Leiterin des NÖ Frauenreferates. Deshalb forderten die niederösterreichischen Frauen bei der Konferenz der Landesfrauenreferenten, die kürzlich in Klagenfurt abgehalten wurde, unter anderem ein gerechteres Pensionssystem, das der Lebenssituation von Frauen gerecht wird, bessere Chancen im Berufsleben, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein besserer Schutz vor Gewalt in der Familie. "Die wirtschaftliche Situation vieler Frauen ist bedenklich. Immerhin hat jede fünfte Frau ab 60 keinen Pensionsanspruch, drei von zehn Pensionistinnen haben eine Pension unter der Armutsgrenze", gibt Grün zu bedenken. Zur Chancengleichheit im Berufsleben fordern die Frauenreferentinnen, daß die nationalen Förderprogramme auf die Bedürfnisse und Anliegen der Frauen abgestimmt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte mit entsprechenden Frauenprojekten von Bund, Ländern und dem Arbeitsmarktservice verbessert werden. Grün: "Dazu gehört natürlich der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen". Der Gewalt gegen Frauen und Kinder müßte mit einer effektiveren Umsetzung des Gesetzes entgegengetreten werden. "Justiz und Fraueneinrichtungen müssen viel besser zusammenarbeiten", unterstreicht Grün. Ein erster Erfolg sei der bessere Opferschutz, der mit der Zusammenarbeit der Rechtsanwaltskammern und der NÖ Kinder- und Jugendanwaltschaften erreicht worden sei.

Die Forderungen der Landes-Frauenreferentinnen werden den zuständigen Stellen des Bundes überreicht.

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