FCG für eine Reform des Familienlastenausgleichs!

"ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer fordert Sicherstellung der Finanzierung!" Wien (OTS) - Für die FCG erscheint der Vorschlag des Familienministers, allen Müttern ein Karenzgeld zu bezahlen, auf den ersten Blick als sozialpolitisch überdenkenswert", erklärte heute ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer.

"Im Sinne einer bedarfsorientierten Mindestsicherung ist dieser Vorschlag durchaus zu diskutieren: Es muß aber deutlich festgehalten werden, daß diese familienpolitische Maßnahme kein "Karenzurlaubsgeld" mehr ist, weil eine Leistung wie das Karenzurlaubsgeld nur jenen gebühren kann, die gegen Karenz der Bezüge aus einem Dienstverhältnis ausscheiden!"

Für die FCG steht fest, daß mit der Forderung "Karenzgeld für alle" auch die Finanzierung sichergestellt werden muß.

Derzeit wird das Karenzurlaubsgeld aus dem FLAF (70 Prozent) und aus den Mitteln des AMS (30 Prozent) bezahlt. Also Geldern, die von Dienstverhältnissen aus der Privatwirtschaft kommen. Will man eine Leistung für alle, müssen zukünftig Steuermittel herangezogen werden.

Solange der FLAF nicht reformiert ist, fordert die FCG vielmehr jene Leistungen ein, die in den "Sparpaketen" (Ausweitung des Karenzurlaubes für Mütter auf zwei Jahre und die Valorisierung des Karenzurlaubsgeldes) ausgesetzt wurden.

"Die FCG steht auf dem Standpunkt, daß eine sozial gerechte Lösung nur über eine Reform des Familienlastenausgleichsfonds gehen kann. Die wichtigste Forderung ist dabei die Umstellung der Beitragsgrundlage von der Lohnsumme zur Wertschöpfung der Betriebe", sagte der ÖGB-Vizepräsident abschließend.

Rückfragehinweis: FCG

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