Spitzelaktion der AK in Call Centers muß sofort gestoppt werden!

Wirtschaftskammerdirektor Dr. Wolfgang Gmachl: Arbeiterkammer schädigt Wirtschaftsstandort Salzburg -Aufsichtsbehörde muß Vorgangsweise klären

Salzburg (OTS). "Eine ungeheuerliche Vorgangsweise" - so kommentierte der Direktor der Wirtschaftskammer Salzburg, Dr. Wolfgang Gmachl, den Vorstandsbeschluß der Arbeiterkammer Salzburg, in Call Centers durch eine Forschungsgesellschaft
Personen einzuschleusen, um dort verdeckt gegen die Unternehmen zu ermitteln. Der ÖAAB Salzburg hatte am Donnerstag, 22. 10., auf diesen Beschluß aufmerksam gemacht.

"Daß die Arbeiterkammer zu diesem Mittel greift, ist nicht nur ein interessenpolitisches Armutszeugnis, sondern ein übler Ausdruck
von Wirtschaftsfeindlichkeit, in die die AK offensichtlich immer
in Vorwahlzeiten verfällt. Die Salzburger Wirtschaftskammer wird keine wie immer geartete Bespitzelung und Kriminalisierung von Salzburger Unternehmen hinnehmen. Sollte die Sozialpartnerschaft
in Salzburg weiter erhalten werden, muß die AK diesen Beschluß schleunigst zurücknehmen und die Untersuchung, sollte sie bereits im Gange sein, sofort stoppen!", betonte Kammerdirektor Dr. Gmachl mit allem Nachdruck.

Die Wirtschaftskammer wird allen davon betroffenen Firmen
juristisch zur Seite stehen, sollte es tatsächlich zu einer derartigen verdeckten Ermittlung kommen. Es sei auch darauf aufmerksam gemacht, daß von seiten der ausspionierten Firmen möglicherweise Schadenersatzansprüche gegenüber jene Kräfte geltend gemacht werden können, die sich für die verdeckte Arbeit anwerben lassen. Die AK könnte damit ihre eigene Klientel in größte Schwierigkeiten bringen.

Die Wirtschaftskammer Salzburg fordert deshalb die
Aufsichtsbehörde auf, nicht nur die rechtlich und moralisch außerordentlich bedenkliche Vorgangsweise, sondern auch die Modalitäten der Auftragsvergabe unter die Lupe zu nehmen. Der Beschluß für die Auftragsvergabe fiel laut ÖAAB am 13. Oktober. Sollte die Untersuchung tatsächlich bereits seit 1. Oktober
laufen, wäre der Auftrag, der aus Mitteln der Arbeitnehmer bezahlt wird, noch dazu nicht ordnungsgemäß vergeben worden.

Die Arbeiterkammer Salzburg sollte vor allem die prekäre Signalwirkung derartiger Beschlüsse bedenken. Die geplante Aktion
- ausgehend von der FSG und von AK-Vizepräsident Siegfried Pichler - schädigt aktiv den Wirtschaftsstandort Salzburg - Call Center gehören zu den Schwerpunkten der Betriebsansiedlungspolitik in Stadt und Land Salzburg. Kein Call Center oder verwandte Betriebe wollen sich noch in Salzburg ansiedeln, wenn sie mit dieser "Industriespionage à la AK Salzburg" rechnen müssen. Hier geht es der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter offensichtlich nur
mehr darum, eine ganze Branche in Verruf zu bringen. Die AK als Interessenvertretung der Arbeitnehmer macht damit vielfältige Bemühungen zunichte, wichtige neue Arbeitsplätze in Salzburg zu schaffen, die allgemein nachgefragt werden, wie auch jüngst das
AMS bestätigte.

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