Das österreichische Gesundheitswesen braucht neue Impulse!

Die Pharmig präsentiert heute ihr "Integriertes Gesundheitssystem" beim Zukunftssymposium des ORF – 10 Forderungen der Arzneimittelindustrie an ein Gesundheitswesen

Wien (OTS) – Die Arzneimittelindustrie ist ein unverzichtbarer Bestandteil innerhalb eines jeden Gesundheitswesens. Arzneimittel sind heute eine der effektivsten Therapieformen; aus
ganzheitlicher Sicht helfen Sie jedem Gesundheitswesen, Geld zu sparen, weil sie andere, teurere Behandlungsformen ersetzen
können. Die Arzneimittelindustrie spielt aber in jedem Gesundheitswesen auch eine "Doppelrolle", nämlich die eines Versorgers und jene eines Kostenverursachers. Schon allein aus diesen Gründen hält es die Pharmig als freiwillige Interessensvertretung der heimischen Arzneimittelindustrie für
ihre Pflicht, an gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken und zu einer Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitswesens beizutragen.

Zwt.: Pharmig: Der Mensch ist der Mittelpunkt des
Gesundheitswesens!

Beim Symposium "Die Zukunft des Gesundheitswesens" im Wiener RadioKulturhaus stellt die Pharmig heute, Donnerstag, ihr "Integriertes Gesundheitssystem" (IGS) als Diskussionsbeitrag zu einer Optimierung des heimischen Gesundheitswesens vor. Wie Dr. Ulrich H. Bode, Präsident der Pharmig, betont, handelt es sich bei diesem Papier um keine "Patentlösung" für die durch Demographie, Leistungsexplosion und Anspruchsdenken bestehenden und kommenden Herausforderungen des Gesundheitswesens. Vielmehr sei das IGS – das 1988 erstmals vorgelegt und heute in aktualisierter Form präsentiert wurde – ein Vorschlag, wie aus ganzheitlicher Sicht heraus alle Sektoren des Gesundheitswesens unter Einbeziehung der Bürger/Patienten vernetzt werden könnten, damit so die Leistungskraft des Gesundheitswesens auch in Zukunft
sichergestellt werden kann. Im Mittelpunkt eines solchen IGS müsse jedenfalls der Mensch stehen. Zur Umsetzung des IGS bedürfe es allerdings des (politischen) Willens aller Beteiligten, über Partikulärinteressen hinaus Sachfragen zukunftsorientiert zu diskutieren, sagt der Pharmig-Präsident. Bode: "Die Pharmig wird versuchen, solche sektorenübergreifende Gespräche schon in naher Zukunft aktiv zu initiieren."

Zwt.: Die Probleme und ihre Lösungen

Keine Frage: Viele Länder beneiden Österreich um sein Gesundheitswesen, das auf dem Solidarprinzip aufbaut und allen Menschen Zutritt gewährt. Doch muß sich nach Ansicht der Pharmig das Gesundheitswesen im Interesse aller ÖsterreicherInnen, aber auch der Leistungsanbieter selbst, hin zu einem vernetzten, selbstregulierenden und anreizorientierten System mit marktwirtschaftlichen Elementen weiterentwickeln. Nicht nur die Pharmig hätte sich, so Bode, in der Vergangenheit dieser Fragestellung angenommen; es sei aber auch hier hoch an der Zeit, einzelne Bemühungen unter einem Dach zur Schaffung eines
sinnvollen Ganzen zusammenzuführen.

Zwt.: Arznei & Vernunft als positives Beispiel von Vernetzung – Reden wir über einen vernünftigen Umgang mit dem Gesundheitswesen!

Daß es durchaus möglich ist, über Einzelinteressen hinaus im Gesundheitswesen gemeinsam Lösungen zu finden, beweist nicht zuletzt die Initiative Arznei & Vernunft, seit 1994 ein europaweit einzigartiges und überaus erfolgreiches Modellprojekt von Arzneimittelwirtschaft und Sozialversicherung, das auf Initiative der Pharmig entstanden ist. Mit diesem Projekt soll ein noch besserer Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens angeregt werden. Es wird mittlerweile vom Sozialministerium, der Österreichischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer, der Bundesarbeitskammer und anderen maßgeblichen Institutionen unterstützt.
Bode: "Die Schaffung eines IGS könnte unter dem Motto ‚für einen vernünftigeren Umgang mit dem Gesundheitswesen‘ stehen."

Zwt.: 10 Forderungen an ein Gesundheitssystem

Aus Sicht der Pharmig müßten zur Schaffung eines IGS folgende Forderungen erfüllt werden:

1. Das Gesundheitssystem muß auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein und laufend angepaßt werden.
2. Die politische UND ökonomische Verantwortung für das durch Beiträge/Abgaben finanzierte Gesundheitswesen muß in einer Hand zusammengefaßt werden.
3. Instrumente zur Qualitätssicherung müssen geschaffen und Synergien genutzt werden.
4. Der Gesundheitsökonomie muß ein höherer Stellenwert beigemessen werden.
5. Das Gesundheitswesen muß für alle transparent sein.
6. Die Sozialversicherung muß weiterhin allen BürgerInnen eine ausreichende und zweckmäßige Versorgung anbieten.
7. Eine freiwillige Eigenvorsorge bei Privatversicherungen soll
das Angebot der Sozialversicherung ergänzen.
8. Gesundheitswissen muß zum Bildungsziel erklärt werden, auch in der Erwachsenenbildung.
9. Marktwirtschaftliche Prinzipien müssen im Gesundheitswesen verankert werden.
10. Der medizinische Fortschritt muß durch Forschungsförderung, Anerkennung neuer Technologien und Standortpolitik gefördert werden.

Zwt.: Die "Gretchenfrage" ist zu stellen

Dr. Bode betont, daß jedenfalls ein breiter gesellschaftlicher Konsens zur Frage "Was ist uns Gesundheit wert?" zu finden sei.
Nur dann sei es möglich, Prioritäten tatsächlich mensch-orientiert zu setzen und das System demgemäß auszurichten.

Zwt.: Broschüre zum IGS als Diskussionsgrundlage

Die Pharmig hat ihre Gedanken zu einem IGS in einer neuen
Broschüre ("Das Integrierte Gesundheitssystem") zusammengefaßt und Umsetzungsvorschläge darin weitestgehend detailliert.
Interessierte können diese Broschüre kostenlos über die Pressestelle der Pharmig (Tel. +43/1/523 29 56) beziehen.

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Nähere Informationen: Pharmig-Pressestelle

Ruth Mayrhofer
Tel. +43/1/523 29 56
e-mail: pharmig-mayrhofer@apanet.at

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