Spitzenmedizin für alle

Wien (OTS) - "Die österreichische soziale Krankenversicherung bezahlt medizinische Spitzenleistungen für alle Menschen", so Hans Sallmutter, der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. Diese Feststellung traf Sallmutter als Reaktion auf die von dem deutschen Ökonomen Walter Krämer anläßlich des Symposiums "Zukunft des Gesundheitswesens" geäußerte Behauptung, daß es heute unmöglich sei, allen Kranken und Patienten eines Landes eine optimale Versorgung nach dem letzten Stand der Technik zu garantieren.

"Die österreichische soziale Krankenversicherung übernimmt auch die Kosten der teuersten Leistungen der Spitzenmedizin, wenn diese medizinisch notwendig sind", so Sallmutter. So werden beatmungspflichtige Patienten mit einer Querschnittslähmung im Halsbereich in Deutschland untergebracht, wenn in den österreichischen Rehabilitationszentren kein Bett zur akuten Behandlung zur Verfügung steht. Die Tageskosten für diese Behandlung, die von der sozialen Krankenversicherung übernommen werden, belaufen sich auf rund 10.000 Schilling.

Sallmutter sprach sich in diesem Zusammenhang vehement gegen jeden Versuch aus, die Versicherten zu verängstigen, indem die Befürchtung verbreitet werde, die Patienten würden aus Geldgründen nicht optimal versorgt. "Im Mittelpunkt der Krankenbehandlung steht der Mensch, nicht die Kosten", betont Sallmutter. So habe auch der Fortschritt bei der Behandlung von Niereninsuffizienz die Lebensqualität der Patienten entscheidend erhöht. Anstatt aufwendiger Bluttransfusionen können diese Patienten medikamentös behandelt werden. Die Behandlungskosten liegen bei rund 70.000 Schilling jährlich.

"Das Prinzip der Solidargemeinschaft aller Versicherten garantiert den Menschen in Österreich eine Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau. "Der Risikoausgleich zwischen den Versicherten verschafft allen Menschen in diesem Land, unabhängig von der Höhe ihres Einkommens, Zugang zur Spitzenmedizin", so Sallmutter. "Die Patienten werden von den rund 33.000 in Österreich tätigen Ärzten und dem medizinischen Pflegepersonal nach bestem Wissen und Gewissen sowie nach dem letzten medizinischen und technischen Stand behandelt", so Sallmutter abschließend.

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