Liberales Forum Wien fordert erneut Armutsbericht für Wien

Bolena: "Wirksame Armutsbekämpfung ist ohne entsprechende Daten nicht möglich!"

Wien (OTS) Aus Anlaß der heute zu Ende gehenden Tagung der Österreichischen Armutskonferenz erneuerte Alexandra Bolena, Sozialsprecherin der Wiener Liberalen, ihre Forderung nach einem Armutsbericht für Wien. Ein solcher Bericht werde immer dringender gebraucht, bekräftigte Bolena ihre Forderung.

Die Tatsache, daß es in Wien kaum Daten über die sozioökonomische Situation einzelner Bevölkerungsgruppen gibt, mache es schwierig, zielgerichtete Programme zu erarbeiten, so die liberale Sozialsprecherin. Im Zuge der Beratungen der Drogenkommission, aber auch bei der Erarbeitung des Frauengesundheitsprogrammes wurde dieser Mangel auch von seiten der mitarbeitenden ExpertInnen wiederholt kritisiert.

Die Liberalen haben in der vergangenen Gemeinderatssitzung Ende September einen entsprechenden Antrag eingebracht, in dem die zuständige Stadträtin Laska aufgefordert wurde, jährlich oder wenigstens in zweijährigem Abstand einen Armutsbericht zu verfassen. Dieser solle dem Gemeinderat zur Information, Verhandlung und Kenntnisnahme vorgelegt werden, so Bolena.

Aufgrund der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und der immer starrer werdenden Bestimmungen auf bundesgesetzlicher Ebene werde die Gemeinde Wien verstärkt im Bereich der Armutsbekämpfung gefordert sein. "Armutsbekämpfung ohne Wissen darüber, wo und wie sich Armut manifestiert, ist schwierig bis unmöglich", sagte die liberale Gemeinderätin. Nicht zuletzt wurde auch auf den Armutskonferenzen der vergangenen Jahre immer wieder darauf hingewiesen, daß entsprechendes Datenmaterial Voraussetzung sei, um wirkungsvolle Strategien gegen die Armut zu entwickeln, so Bolena abschließend.

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