Jahrelanges Konfliktthema im Direktvertrieb endgültig geklärt

80.000 Nebenberufler werden aus der Illegalität geführt

Wien (Pwk) - Wer kennt sie nicht die Tupperwareberaterinnen, die Pierre Lang-Damen, die Amwayvermittler und alle jene, die zur Aufbesserung des Einkommens unterwegs sind, um im Direktvertrieb Waren direkt beim Konsumenten zu präsentieren. Etwa 80.000 Frauen und Männer sind täglich unterwegs, um jene Waren vorzuführen, die im stationären Handel in dieser Form nicht erhältlich sind. Nahezu alle, die hier im sogenannten Partyvertrieb, oder auch im Multilevelmarketing, tätig sind, tun dies ohne Gewerbeberechtigung, um sich hohe Zahlungen an die Sozialversicherung "zu sparen". Immerhin hätten etwa 40.000 Schilling pro Jahr auf den Tisch der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft geblättert werden müssen. Viel Geld für jemanden, der nach Abzug seiner Kosten vielleicht gerade soviel im Jahr mit dieser Tätigkeit zusätzlich verdient. ****

Die Lösung schien zunächst einfach. Man meldete ganz einfach diese, an sich gewerbliche Tätigkeit nicht bei der Gewerbebehörde und hoffte "nicht erwischt" zu werden. In Wirklichkeit hat auf diese Weise der Pfusch geblüht. Schattenwirtschaft abseits der Maurerpartien, in den Wohnzimmern und Hinterzimmern von Gasthäusern. Damit ist nun ab 1. Jänner 1999 Schluß. Über Betreiben der Wirtschaftskammer Österreich wurde nunmehr eine Kleinstunternehmerregelung geschaffen, die all jenen, die Umsätze unter 300.000 Schilling im Jahr und weniger als 45.960 Schilling Nettoeinkommen aus diesem Geschäft erzielen, eine Möglichkeit bietet, sich ordnungsgemäß bei der Gewerbebehörde als Warenpräsentator anzumelden und nur mehr 1.000 Schilling im Jahr an die Unfallversicherung zu zahlen.

Im Grunde genommen sieht die Regelung der Novelle zum Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz einen Antrag vor, sich von der Pensions-und Krankenversicherung der Gewerblichen Selbständigenversicherung abzumelden. Das spart im Jahr etwa 39.000 Schilling, so Bundesgremialgeschäftsführer Ulrich Chmel vom Bundesgremium des Direktvertriebs in der Wirtschaftskammer Österreich. Jedermann, der ab 1. Jänner 1999 eine Gewerbeberechtigung anmeldet und sich von der Pflichtversicherung abmeldet, braucht nur mehr etwa 1.000 Schilling pro Jahr an Unfallversicherung bezahlen.

Rückfragen & Kontakt:

Ulrich Chmel
Tel: 01-50105 DW3344

Bundesgremium des Direktvertriebs

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK