Österreichische Notariatskammer: Präsident Dr. Georg Weißmann wiederbestellt * G E S P E R R T bis 22. Oktober 1998, 11.00 Uhr *

Wien (OTS) - Im Rahmen der Delegiertentagung der österreichischen Notariatskammer, die derzeit vom 21.- 24. Oktober 1998 in Graz stattfindet, wurde Präsident Dr. Georg Weißmann einstimmig wiedergewählt.

Weißmann, der seit 1991 im Amt ist, und für eine weitere dreijährige Funktionsperiode wiederbestellt wurde, blickt auf eine positive Entwicklung zurück: "Innerhalb der letzten Jahre wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um zahlreiche Rechtsdienstleistungen für den Konsumenten effizient und reibungslos durchzuführen, auch am EDV-Ausbildungssektor haben wir viel erreicht."

Das österreichische Notariat, das sich bundesweit aus 800 Juristen und 3.000 qualifizierten Angestellten zusammensetzt, nimmt neben der Rechtspflege in den bekannten Tätigkeitsbereichen in zunehmendem Maß innovative Beratungsfunktionen in Wirtschaftsangelegenheiten wie die Übernahme von Treuhandschaften, beim Kauf und Verkauf von Immobilien, sowie bei Betriebsgründung und Betriebsübergaben wahr.

Mittlerweile führen 60 Prozent der Notare die Grunderwerbssteuer-Selbstberechnung durch, was sich für den Klienten in extremer Zeitersparnis niederschlägt. Konkret: Eine Eintragung ins Grundbuch können Notare durch die GREST-Selbstberechnung im Optimalfall innerhalb einer Woche gewährleisten.

Die Grunderwerbssteuer-Selbstberechnung sieht Weißmann allerdings nur als ersten Schritt: "Wir sind bereit, weitere öffentliche Aufgaben wie etwa die Berechnung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer zu übernehmen". Grundvoraussetzung dafür sei allerdings ein einfach handhabbares Gesetz, das Weißmann im Zuge der nächsten Steuerreform erwartet.

Weitere 50 Notariate bundesweit geplant.

Ziel der Notariatskammer ist es, bis zum Jahr 2002 weitere 50 Amtsstellen in ganz Österreich zu schaffen, was einer Steigerung von 12 Prozent auf insgesamt 470 Stellen entspricht. Die Schaffung neuer Notariatskanzleien komme der gesamten Bevölkerung zugute, so Weißmann, zudem liege es im Interesse der Rechtspflege, auf ein bundesweites Potential gut ausgebildeter Rechtsdienstleister auch in strukturschwachen Gebieten zurückgreifen zu können.

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