In Bratislava beginnt eine neue Ära

LH Pröll sprach mit slowakischen Spitzenpolitikern

St.Pölten (NLK) - "Mit dem Beginn einer neuen politischen Ära in der Slowakei gibt es auch eine neue Basis für nachbarschaftliche Gespräche und eine gute Zusammenarbeit. Ich halte es für sehr wichtig, rasch die entsprechenden Kontakte zu knüpfen, nachdem die letzten vier Jahre praktisch verloren gegangen sind." Das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern im Rathaus von Bratislava, dem Primariatspalast, bei einem Treffen mit führenden Politikern jener Parteien, die - voraussichtlich in einer Woche - die neue Regierungskoalition bilden werden. Als Gastgeber fungierte Oberbürgermeister Peter Kresánek, zu den Gesprächspartnern des Landeshauptmannes gehörten die ehemaligen Ministerpräsidenten Ján Carnogurský und Josef Moravcik und der frühere Außenminister Pavol Hamzik, weiters Peter Weiss und Milan Flácnik sowie von österreichischer Seite der Honorarkonsul der Slowakischen Republik für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, Architekt Dipl.Ing. Walter Hildebrandt.

Das Gespräch ging durchaus über ein erstes "Abtasten" hinaus. So wurde vereinbart, möglichst rasch die Frage weiterer Grenzübergänge an der March zu prüfen, sie könnten etwa im Raum Hohenau und im Bereich von Angern eingerichtet werden. Überhaupt, so Pröll, komme dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur größte Bedeutung zu, um die großen Chancen in einem Raum mit rund 3,5 Millionen Menschen optimal zu nutzen. So wird auch eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Flughäfen angestrebt. Möglichst rasch sollten auch grenzüberschreitende Programme erarbeitet werden, für die Mittel aus Brüssel in Anspruch genommen werden können. Entscheidend ist allerdings, daß in der Slowakei, die bisher vor allem zentralistisch regiert wurde, möglichst rasch Verwaltungs- und Organisationsstrukturen geschaffen werden, die als Partner in der Zusammenarbeit mit Niederösterreich fungieren können. Es ist das eine der ersten Aufgaben, die sich die künftige Koalition gesetzt hat.

Ein Gesprächsthema war selbstverständlich auch die Erweiterung der Europäischen Union. Die künftige Regierungskoalition strebt einen baldigen Beitritt der Slowakischen Republik an. Landeshauptmann Pröll zeigte sich optimistisch, daß die Voraussetzungen geschaffen werden, so daß die Slowakei in die Reihen jener Bewerberländer aufrücken könnte, mit denen schon bald Beitrittsgespräche aufgenommen werden.

Der Landeshauptmann lud die slowakischen Spitzenpolitiker zu einem baldigen Gegenbesuch in Niederösterreich ein, wobei auch Experten beider Seiten teilnehmen sollen.

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