NÖ Innovationspreis 98 für elektronischen Baumdoktor "Specht" LR Gabmann: Wirtschaft muß immer am Ball bleiben

St.Pölten (NLK) - Bei der heutigen Preisverleihung des 11. NÖ Innovationspreises 1998 in St.Pölten sagte Landesrat Ernest Gabmann, in einer Zeit der Globalisierung und eines härteren Wettbewerbes sei es Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für neue Wege in der Wirtschaft vorzugeben. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer habe man mit dem RIS-Programm, dem Verfahrensexpreß, dem Beteiligungsmodell und nicht zuletzt der Innovationsförderung diese Rahmenbedingungen vorgegeben. Er sei stolz, so Gabmann, daß es in Niederösterreich so viel innovative Betriebe gebe, das beweisen auch die Preisträger der Jahre 1995 und 1996, die in Folge zu Staatspreisträgern wurden.

Die Vielzahl innovativer Betriebe, die bereit seien, das kreative Potential auch umzusetzen und den Mut zu Veränderungen haben sowie die Lage im Herzen Europas seien eine gute Ausgangsposition für die Zukunft. Die guten wirtschaftspolitischen Daten in Niederösterreich seien Beweis für das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik des Landes. Wenn man weiter auf Qualität setze, diesen Weg weitergehe und klare Ziele habe, werde man so rasch als möglich unter die Top Ten-Regionen Europas vorstoßen.

Wirtschaftskammer-Präsident Ing. Peter Reinbacher wies darauf hin, daß Stillstand Rückschritt bedeute, und die Ressourcen der heimischen Wirtschaft in der Qualifizierung der Betriebe und ihrer Mitarbeiter liegen. Seit Gründung des Innovationsreferates wären 3.000 Firmenprojekte initiiert worden, was 4.500 Beratungseinheiten, einen Nutzeffekt von 150 Millionen Schilling und Investitionen in Milliardenhöhe nach sich gezogen habe.

Für den NÖ Innovationspreis wurden heuer 55 Projekte eingereicht. 24 Betriebe erhielten Innovationsurkunden des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ. Im Bereich Umwelttechnik gingen diese an die Firmen Advantec, Biotop Landschaftsgestaltung, Konrad Fischer, W. Jungwirth, Ochsner Wärmepumpen und den Biohof Beiglböck.

Bei Gesundheit gingen sie an Candol, Fritz Fürst, Gottfried Lechner, Life Power, Günter Moser und Sonnentor.

In der Sparte Technologie wurden die Firmen Berger, Contrib, Huyck, Maru, Oppel-Straka, Ing. Schlögl und Variotherm ausgezeichnet.

Im Bereich Elektronik gingen die Urkunden an EH-Schrack, Frei Automatisierungstechnik, Engelbert Lechner, Phyma und Dr. Schaffar.

Der Carl Ritter von Ghega-Preis, verbunden mit einem 100.000 Schilling Scheck, ging an Dipl.Ing. Dr. Gottfried Schaffar und sein Forschungsinstitut für Technische Physik in Hofern bei Retz für den elektronischen Baumdoktor "Specht". Das elektronische Gerät kann bei Nadelbäumen die gefürchtete Rotfäule diagnostizieren, ohne den Baum zu verletzen, das Gerät wird im Frühjahr 1999 auf den Markt kommen. Ein Einsatzgebiet sind dabei auch Strommaste, die bei einer Lebensdauer zwischen 12 und 48 Jahren derzeit auf Verdacht nach 25 Jahren ausgewechselt werden.

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