Liberale für Flexibilisierung der Studienabschlüsse

Gredler verweist auf entsprechenden LIF-Antrag im Parlament

Erfreut reagierte heute die liberale Wissenschaftssprecherin Martina Gredler auf den Vorstoß von Wissenschaftsminister Caspar Einem in Richtung eines dreistufigen Universitätssystemes. Gredler erinnerte in diesem Zusammenhang an einen bereits im Parlament eingebrachten Entschließungsantrag der Liberalen.

"Die vielfach unter dem Begriff "Bachelor" geführte Diskussion über die Einführung von Zwischenabschlüssen bzw. kürzeren Studienvarianten hat oft zu heftigen Abwehrreaktionen von Seiten der Universitäten geführt, die zu Recht auf die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten an den verschiedenen Universitäten, Fakultäten, Studienrichtungen verwiesen und sich gegen einen von "oben" verordneten Zwang zu "Kurzstudien" wandten", sagte Gredler.

"Mit dem neuen Universitäts-Studiengesetz hat der Gesetzgeber jedoch einen durchaus ambitionierten Schritt zur Verlagerung der Kompetenz zur inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung von Studien auf die Ebene der Studienkommissionen getan. Diese sind u.a. dazu angehalten, bei der Erlassung oder Änderung von Studienplänen ein Qualifikationsprofil zu erstellen, auf dessen Basis der Studienplan zu gestalten ist. Daher erscheint es naheliegend, den Studienkommissionen auch die Kompetenz zur Einrichtung und Gestaltung von Kurzstudien oder Zwischenabschlüssen zu überantworten", meinte die Liberale.

Einerseits sei dies die sachkompetente Ebene zur Beurteilung der Machbarkeit und Sinnhaftigkeit von kürzeren Studien, andererseits kann die Einrichtung von flexiblen Studienabschlüssen ein wichtiger Faktor in einem zukünftigen Standortwettbewerb zwischen Hochschulen werden.

In dem Antrag sei der Bundesminister für Wissenschaft deshalb vom Liberalen Forum aufgefordert worden, "nötigen Schritte für eine Kompetenzerweiterung der Studienkommissionen zur autonomen Einrichtung von flexiblen Studienabschlüssen einzuleiten und eine entsprechende Novelle im Wege des Ministerrates dem Parlament vorzulegen", so Gredler abschließend.

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