PFEIFFER WARNT VOR GENERELLER ENTWAFFNUNG DER ÖSTERREICHER

Jeder soll für seine persönliche Sicherheit vorsorgen können

Wien (ÖVP-Klub) - "Die Frage persönlichen Waffenbesitzes
liegt am Schnittpunkt zwischen Individualismus und
Kollektivismus, Progressivität und Konservativität, Gutsprech
und Tugendterror einerseits und Werteverbundenheit
andererseits", stellte der ÖVP-Abgeordnete KommR Gerhard
Pfeiffer in der heutigen Sitzung des Wiener Landtages fest.
*****

"Kann man den Menschen mit Verboten gut machen oder soll man
ihn mit Geboten besser dazu bringen, seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln?", fragte Pfeiffer. Der Abgeordnete warnte
davor, den Wehrwillen - den persönlichen ebenso wie den eines ganzen Volkes - hinter eine Forderung nach Sicherheit durch ein Verbot von Waffen zu setzen, ohne diese Sicherheit garantieren
zu können. Es sei schwer nachzuvollziehen, wenn aufgrund der Wehrpflicht ein Jungmann für den Staat mit der Waffe eintreten
darf und für die eigene Sicherheit nicht. Jene, die nach Abschaffung der Waffen in Privatbesitz fordern, seien
diejenigen, die immer wieder die Abschaffung des Bundesheeres fordern. "Was die unbewaffnete Neutralität nach dem Vorbild des Libanons bringt, hat man gesehen, als diese einstige Schweiz
des Nahen Ostens in einem Meer von Blut untergegangen ist.
Jordanien hingegen hat sich bewaffnet, und den Menschen in
Jordanien sind libanesische Blutorgien erspart geblieben."

Pfeiffer unterstrich, daß er grundsätzlich gegen den Besitz von Faustfeuerwaffen in Privatbesitz sei, es sei denn, jemand
benötige sie aus beruflichen oder sportlichen Gründen. Dennoch
sei zu bedenken, daß es etwa im Vorjahr 3.000 Delikte gegen
Leib und Leben in Österreich gab, davon waren 17 Tötungen mit legalen Schußwaffen. "Wieviele Delikte gegen Leib und Leben
gingen glimpflich aus, weil der Angegriffene sich mit einer
Waffe wehren konnte?", fragte Pfeiffer die Angehörigen des
Hauses.

"Sie werden die Volkspartei immer auf der Seite jener sehen,
die für Sicherheit und Ordnung eintreten. Wir werden aber immer gegen die Entmündigung der Menschen eintreten", schloß
Pfeiffer.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000/81915

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/ÖVP-KLUB