Zehn Monate Exportoffensive: Die Clusteridee hat eingeschlagen

Bisher schon 130 Firmen an Exportclustern beteiligt - Sechs Cluster sind formiert - weitere im Entstehen

PWK (Wien) - Die von der österreichischen Exportoffensive empfohlene Bildung von "Exportclustern" hat bei den heimischen Firmen ein erfreulich starkes Echo ausgelöst, stellt der Direktor für Außenwirtschaft und Integration der Wirtschaftskammer Österreich, Egon Winkler, fest. Seit Jahresbeginn haben sich schon sechs Exportcluster gebildet: Wasserwirtschaft, Lebensmittel, Lebensmittel Südösterreich, Landwirtschaft, Hotelausstattung und Anlagenbau. Beteiligt sind daran insgesamt 130 Firmen mit einem Gesamtpotential von 14.600 Mitarbeitern und mehr als 50 Mrd S Umsatz. ****

Sieben weitere Firmencluster für die Bearbeitung von Auslandsmärkten sind im Entstehen. Ihre Themen lauten: Bioenergie, Umwelt/ Abfallwirtschaft, Elektronik, Textil/Stickereien, Natürlich Wachsende Rohstoffe, Holzwirtschaft und Erdöl/Erdgas.

"Exportcluster sind die mittel- oder langfristige Zusammenfassung von im Außenhandel tätigen Firmen um den Exportumsatz zu steigern", erklärt Winkler. Ihre Forcierung sei neben verschiedenen anderen Maßnahmen ein wesentliches Instrument der Anfang 1998 gestarteten österreichischen Exportoffensive. Ziel der bis Ende 2000 laufenden Offensive ist die Steigerung der österreichischen Ausfuhren. Die Exportquote, die derzeit bei 26 Prozent liegt, soll in diesem Zeitraum auf 30 Prozent anwachsen.

Die Wirtschaftskammer Österreich steht in der ersten Phase der Clusterbildung als Organisator und Schnittstelle zur Verfügung. Der Cluster soll sich jedoch so bald wie möglich verselbständigen und von einem eigenen Management koordiniert werden. Als Teilnehmer kommen in der Regel nur exporterfahrene Firmen in Frage, die bereit sind, ihre Informationen an andere Unternehmen (mitunter Mitbewerber) weiterzugeben.

Cluster-Kooperation bedeutet intensiven Informationsaustausch und gemeinsames Auftreten auf Auslandsmärkten, so Winkler. Auf längere Sicht könnte etwa die Gründung einer gemeinsamen Vertriebsgesellschaft angestrebt werden. Eine kurzfristige Zusammenarbeit für die Durchführung eines bestimmten Projektes falle jedenfalls nicht unter den Begriff "Cluster".

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Dr. Georg Schramel

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