Erneute Kontroverse um Fonds braut sich in der Schweiz zusammen: Schweizer Regierung hält Gelder von spanischem Investment Broker zurück

Bern / Schweiz (ots-PRNewswire) - Mitten in der kürzlichen Entscheidung Schweizer Banken, Gelder aus den Konten von Holocaust-Opfern herauszugeben, hat ein Spanier Schwierigkeiten, sein Geld von den Schweizern zurückzubekommen. Für Carlos Sevilleja, 32, haben sich seine Geschäfte in der Schweiz als schwieriger erwiesen, als er gedacht hatte, als er in der pituresken Stadt Zug seine Firma Creative Finance gründete und als Devisenmakler tätig wurde. Sevilleja beklagt sich nicht über die am Ort ansässige Konkurrenz, sondern darüber, daß die regionale Kantonregierung entschieden hat, daß seine Bemühungen, die Gewinne seiner Kunden zu mehren, "zu aggressiv" seien.

Infolgedessen hat der Ankläger am Ort, Peter Odoni, die von Sevilleja verwalteten Geldmittel eingefroren und alle finanziellen Aktivitäten seiner Firma auf unbestimmte Zeit vorübergehend eingestellt. In Sevillejas Branche - dem Kaufen und Verkaufen von Devisen - schwanken Gewinne und Verluste dramatisch, und der Beschluß der Regierung, seine Geldmittel zurückzuhalten hat seine Kunden nach seinen Schätzungen "ca. 80 Mio. Schweizer Franken" gekostet. Sevilleja verklagt jetzt im Namen seiner Klienten die lokale Kantonregierung auf entgangene Gewinne und stellt die Freundlichkeit des Geschäftsumfeldes in der Schweiz für ausländische Investoren in Frage.

Aus einem neueren Bericht der Financial Times ("A Rare Glimpse into the Misty World of Swiss Banking" vom 18. Juni 1998) geht hervor, daß viele der Vorteile des Landes - wie niedrige Inflationsraten, politische Stabilität und eine starke Währung - für ausländische Investoren nichts Besonderes mehr sind. Auch sind die legendären Geheimhaltungs-Gesetze der Banken nicht mehr so wasserdicht, wie sie einmal waren, berichtet das Blatt. Die meisten Analysten erwarten, daß die Onshore-Märkte der Privatbanken schneller wachsen als Offshore-Zentren, wie die Schweiz.

Inzwischen hat Sevilleja, ein Bewunderer spanischer Kunst und amerikanischen Business-Stils, keine Ahnung, wann er die Gelder seiner Kunden zurückbekommt. Ein französisches Gericht, das die Beweislage in dieser Sache geprüft hat, hat entschieden, daß keine Beweise für ein kriminelles Verhalten Sevillejas oder seines Unternehmens vorliegen. "Ich glaube, die Schweizer Regierung hat Angst, ihren Fehler zuzugeben und versucht, ihr Gesicht zu wahren, indem sie den Fall verschleppt und das Geld meiner Klienten zurückhält."

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