Cerwenka: ÖVP-Gehrer gefährdet massivst ehrenamtliches Engagement von Lehrern

Rettung, Zivilschutz, Feuerwehr – Lehrer sind über Anschlag gegen freiwillige Leistungen empört

St. Pölten, (SPI) – "Die Volkspartei hat dem ehrenamtlichen Engagement von Lehrern in vielen für die Gesellschaft bedeutenden Bereichen einen denkbar schlechten Dienst erwiesen. VP-Unterrichtsministerin Gehrer hat bei ihrer Regelung betreffend der Bezahlung "nur tatsächlich geleisteter Überstunden" – was absolut begrüßenswert ist – nämlich vergessen, daß alle Lehrkräfte, die im Rahmen ihres freiwilligen Engagements zu Schulungen, Übungen und Weiterbildungsmaßnahmen beordert werden, um ihre geleisteten Überstunden umfallen und ihnen diese einfach als Zeitausgleich abgezogen werden. Damit zahlen sie für Leistungen an der Allgemeinheit auch noch persönlich finanziell drauf. Das kann einfach nicht hingenommen werden", kritisiert der Schulsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helmut Cerwenka.****

Unterrichtsministerin Gehrer sollte sich dieser Problematik raschest widmen – denn viele Lehrkräfte haben bereits angekündigt, ihr ehrenamtliches Engagement zu überdenken. Berufsschullehrer stehen als Zivilschutzbeauftragte nicht mehr zur Verfügung, AHS-Lehrer beenden ihr Engagement bei den Rettungsdiensten und die Feuerwehren verlieren Mitglieder – das ist kein Szenario, daß wir uns wünschen sollten. "Gehrer muß sofort Ausnahmeregelungen für Lehrkräfte und damit geänderte Abrechnungsmodalitäten schaffen. Ehrenamtlich Tätige dürfen nicht auch noch finanziellen Schaden erleiden, so Cerwenka weiter.

"In diesem Zusammenhang hat LH Dr. Erwin Pröll Handlungsbedarf. Als Präsident des NÖ Landesschulrates hat er diese Entwicklung total verschlafen. Wenn er schon begrüßenswerter Weise ein "Jahr der Freiwilligen" ausruft, dann sollte er auch dafür sorgen, daß seine Bundespartei nicht die Arbeit der Ehrenamtlichen unmöglich macht und ihnen auch noch finanzielle Einbußen beschert. Pröll hat damit sein Versprechen, daß keinem Freiwilligen durch sein Engagement ein Schaden entstehen soll, gebrochen. Wenn all die freiwilligen Leistungen – und zwar geleistet durch Angehörige aller Berufsgruppen – bezahlt werden müßten, so wäre der volkswirtschaftliche Schaden enorm", so Cerwenka abschließend.
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