Telekom-Control verhindert Rufnummernanzeige ohne aktive Zustimmung des Kunden

Datenschutz muß beachtet werden - "Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht quasi über Nacht ändern bzw. ergänzen"

Wien (OTS) - Die Telekom-Control vertritt die Interessen der Konsumenten. Sie hat deshalb heute die Telekom Austria schriftlich aufgefordert, von der Rufnummernanzeige, die in den vergangenen Tagen präsentiert wurde, abzusehen. 1,7 Millionen Festnetzkunden der Telekom Austria sind betroffen. Nach Vorstellung der Telekom Austria ist ab 1. November die persönliche Rufnummer nicht mehr anonym, sondern wird bei jedem Anruf mitgeschickt und am Apparat des Angerufenen angezeigt.

"Wir sprechen uns vor allem gegen die Vorgehensweise aus", so Univ. Prof. Dr. Heinrich Otruba. "Die allgemeinen Geschäftsbedingungen können und dürfen nicht über Nacht verändert werden. Es muß grundsätzlich dem Kunden überlassen bleiben, ob er es prinzipiell wünscht, seine Nummer mitzuschicken oder nicht." Eine korrekte Vorgehensweise nach Vorstellung der Telekom-Control wäre, den Kunden zu fragen, ob er die Rufnummernanzeige aktiviert haben will.

Die Telekom Austria hingegen plant, alle Nummern mitzusenden mit Ausnahme jener, bei denen Kunden schriftlich oder telefonisch Einspruch erheben. Diese standardmäßige Aktivierung der Rufnummernanzeige, die es im normalen Telefonnetz bisher nicht gab, widerspricht dem Telekommunikationsgesetz. Aus diesem Grund fordert die Telekom-Control nun die Telekom Austria auf, die aktive Zustimmung ihrer Kunden einzuholen und erst danach die Anzeige mitzusenden.

Aktiviert die Telekom Austria trotz dieser Aufforderung die Rufnummernanzeige droht ihr ein Verwaltungsstrafverfahren.

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