Fitneßprogramm für Niederösterreich

LH Pröll präsentierte fünf Impulsprojekte

St.Pölten (NLK) - "Wir müssen unser Land frühzeitig stärker und fiter machen, um aus der großen Herausforderung im nächsten Jahrtausend, der Erweiterung Europas, Vorteile zu ziehen und nicht Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Daher haben wir ein Fitneßprogramm mit dem Schwerpunkt Grenzregionen erarbeitet. Die Regionalisierungsmittel wurden aufgestockt und für die nächsten fünf Jahre jährlich 200 Millionen Schilling für dieses Programm zweckgebunden." Das erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einer Pressekonferenz, in der er auch die ersten fünf Impulsprojekte vorstellte. Das Fitneßprogramm verfolgt das Ziel, die Regionen zu stärken, Infrastruktur, Tourismus und Betriebsansiedlungen zu forcieren, den Arbeitsmarkt weiter zu beleben und Niederösterreich für die EU-Erweiterung zu rüsten. Selbstverständlich, so der Landeshauptmann, seien dafür auch Mittel vom Bund und aus Brüssel notwendig.

Das Fitneßprogramm ist auf vier Säulen aufgebaut:

Die Umsetzung in Form eines beschleunigten Verfahrens durch die ECO PLUS, die heute von der NÖ Landesregierung beschlossen wurde.

Kommunikation und Teilnahme der Regionen, die Initiativen sollen "von unten", unter größter Einbindung der Bevölkerung, kommen.

Impulsprojekte, die eine größtmögliche Wertschöpfung erwarten lassen und die Wirtschaftskraft der Regionen verbessern.

Öffentliche Infrastruktur, daß heißt Stärkung der Regionen in den Bereichen Schiene, Straße und vor allem auch Telekommunikation. Derzeit wird für diese Bereiche ein Forderungskatalog mit Schwerpunktprojekten im Grenzland als Grundlage für die Verhandlungen mit dem Bund ausgearbeitet.

Die ersten fünf konkreten Impulsprojekte, die Pröll heute vorstellte, zeigen recht deutlich die verschiedenen Stoßrichtungen an:

Der Universitätslehrgang Regionalmanagement Groß-Siegharts hat sich die Qualifizierung von Personen zum Ziel gesetzt, die Beratungen für die Regionalentwicklung durchführen und entsprechende Projekte auch umsetzen können. Das Investitionsvolumen beträgt 2,4 Millionen Schilling, die Förderung seitens des Landes und der EU 1,5 Millionen Schilling.

Mit der Telematikinitiative Waldviertel soll dieser Landesteil zur Telematik-Musterregion ausgebaut werden, alle Möglichkeiten der Telekommunikation und Telematik sollen aktiv für Betriebe und Bevölkerung genützt werden. Eine Waldviertler Produkt- und Dienstleistungsdatenbank im Internet befindet sich bereits im Aufbau. Das Investitionsvolumen liegt bei 10,3 Millionen Schilling, Land und EU steuern 3,3 Millionen Schilling bei, 3,7 Millionen Schilling sollen vom Bund kommen.

Mit Investitionen von 21,9 Millionen Schilling wird der Kamp-Thaya-March-Radweg errichtet, von Land und EU kommen 13,3 Millionen Schilling, vom Bund werden 2,8 Millionen Schilling erwartet. Es soll ein international vermarktbares touristisches Angebot entstehen, wobei Experten eine Wertschöpfung bei den Betrieben bis zu 100 Millionen Schilling pro Jahr erhoffen.

Nach dem erfolgreichen Vorbild des RIZ NÖ-Süd werden in Krems und in Hollabrunn Gründerzentren für das Wald- und das Weinviertel errichtet. Die Kosten betragen je 30 Millionen Schilling, davon werden je 15 Millionen Schilling seitens des Landes und der EU gefördert. Mit dem Bund werden noch Gespräche geführt.

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