NÖ Kindergartengesetz wird novelliert

Verbesserungen für Eltern, Kinder und Gemeinden

St.Pölten (NLK) - Das NÖ Kindergartengesetz aus dem Jahr 1996 wird novelliert: Es bringt zahlreiche organisatorische und bürokratische Verbesserungen für Eltern, Kinder und Gemeinden. "Die Vormittagsbetreuung von 7 bis 13 Uhr ist nach wie vor kostenlos, von 13 bis 16 Uhr werden sozial gestaffelt bis zu 1.000 Schilling verlangt und von 16 bis 17 Uhr müssen die Eltern nicht mehr wie bisher verpflichtend bis zu 500 Schilling bezahlen. Die Gemeinden werden nach Bedarf nur mehr einen kostendeckenden Betrag verlangen", erläuterte Landesrätin Traude Votruba heute die wesentliche Neuerung. Außerdem müsse ein Kind in den Kindergarten aufgenommen werden, wenn mindestens ein Elternteil den Hauptwohnsitz in der Kindergarten-Gemeinde habe. Votruba erinnerte außerdem daran, daß ab drei Kindern eine Nachmittagsbetreuung im Kindergarten gewährleistet ist. Auch in den Sommermonaten Juli und August wird künftig eine Betreuung im Kindergarten möglich sein. Dafür stellt das Land zusätzlich drei Millionen Schilling ab dem Jahr 2000 zur Verfügung.

Das Land wird den Gemeinden unter die Arme greifen, in dem die Mehrkosten für die längeren Öffnungszeiten und für die Kindergartenhelferinnen abgegolten werden. Dafür gibt es zusätzlich 15 Millionen Schilling. Ab dem 13. Kind wird außerdem eine zweite Betreuungsperson eingesetzt. Insgesamt werden in den niederösterreichischen Kindergärten rund 46.000 Kinder betreut. Das neue Gesetz soll im heurigen Dezember beschlossen werden und am 1. September 1999 in Kraft treten.

Der Klubobmann der NÖ-VP, Dr. Ernst Strasser, hielt fest, daß Niederösterreich das Familienland Nummer eins sei. In Niederösterreich würden die Eltern durchschnittlich 850 Schilling für die Nachmittagsbetreuung bezahlen, das sei immer noch wesentlich günstiger als beispielsweise in Wien, wo bis zu 3.000 Schilling verlangt würden. Auch für Klubobmann der NÖ-SP, Anton Koczur, kommt das neue Kindergartengesetz den Wünschen der Eltern und Gemeinden entgegen. Vor allem die Frauen würden von dieser Flexibilität profitieren.

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