Marseille Kliniken AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Vorgeschlagene Dividende der Marseille-Kliniken AG muß zunächst auf notarielles Sperrkonto fließen

Die der Hauptversammlung der Marseille-Kliniken AG, Hamburg, vorgeschlagene Dividende in Höhe von 0,50 DM je Fünf-DM-Aktie muß auch bei Annahme des Vorschlags auf ein notarielles Sperrkonto eingezahlt werden. Den Hintergrund für diese Maßnahme bildet ein Rechtsstreit um einen Beschluß der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. April des Jahres.

Die Aktionärsvereinigung DSW hatte den Beschluß der Hauptversammlung über die gemeinsame Wahl des Abschlußprüfers Arthur Andersen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungs-gesellschaft mbH, Hamburg, sowie der Karlsburg Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Bremerhaven, angefochten. Als Begründung wurde die nicht spontan erfolgte Beantwortung von Fragen angeführt. Der Anfechtungsklage hat das Landgericht Hamburg mit seinem Urteil vom 1. Oktober 1998 stattgegeben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Inzwischen hat die Verwaltung ein Berufungsverfahren angestrengt, dem nach der Rechtsauffassung der Marseille-Kliniken und deren Rechtsbeiständen hohe Erfolgschancen zukommen.

Für den Fall, das dieses Berufungsverfahren vor der Hauptversammlung am 1. Dezember 1998 noch nicht abgeschlossen ist, ist die Tagesordnung für diese Hauptversammlung vorsorglich um die erneute Wahl der beiden Wirtschaftsprüfer für das zurückliegende Geschäftsjahr 1997/98 erweitert worden. Dieses Vorgehen stellt sicher, daß die Abschlußprüfer für das Geschäftsjahr 1997/98 unabhängig vom Ausgang des Berufungsverfahrens gewählt sind und eine

erneute Jahresabschlußprüfung ohne Verzögerung durch die beiden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden kann.

Die Verwendung des Bilanzgewinns, d.h. die Auszahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt DM 1.614.225.00 und der Vortrag des übrigen Bilanzgewinns von DM 6.919.515,48 auf neue Rechnung kann jedoch nur vorbehaltlich des Ausgangs des Berufungsverfahrens beschlossen werden. Der Betrag für die Dividende würde deshalb bei entsprechendem Abstimmungsergebnis auf ein notarielles Sperrkonto gezahlt.

Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG bedauert diesen Umstand vor allem deshalb, weil die Dividende gerade nur den außenstehenden Aktionären gezahlt werden soll. Der Großaktionär hatte auf seine Dividende bereits im Vorfeld verzichtet. Die Zahlung einer Dividende war vom Vorstand und vom Aufsichtsrat auch vor dem Hintergrund vorgeschlagen worden, daß sich die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im angelaufenen Geschäftsjahr 1998/99 zufriedenstellend darstellt und ein Gewinn nach DVFA/SG von voraussichtlich DM 9,9 Mio. zu erwarten ist.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Marseille-Kliniken AG Herrn Uwe Hahlbrock Telefon 040/514 59-0

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