EVN: Liberale NÖ fordern Untersuchung der Spekulationsaffäre

Steiner: Sowohl Nichtwissen als auch Mitwisserschaft Grubers wären schuldhaft

St. Pölten (OTS) - Eine grundlegende Untersuchung der Spekulationsaffairen im Finanzwesen der EVN forderte heute die niederösterreichische Landessprecherin des Liberalen Forums, Liane Steiner. Zu untersuchen sei insbesondere die Rolle von EVN-General Rudolf Gruber, betonte die Liberale. Nach Ansicht Steiners hätte sich Gruber durch Nichtwissen ebenso schuldig gemacht wie durch Mitwisserschaft. "Jedenfalls hat Gruber die Einrichtung einer wirksamen Revision zur Verhinderung derartiger Spekulationsgeschäfte verabsäumt und damit schwere Führungsmängel gezeigt", sagte die Liberale.***

Ungereimtheiten ortet die Liberale auch in Grubers öffentlicher Darstellung der Causa. So habe der EVN-General noch am 13. Oktober behauptet, private Spekulationsgeschäfte hätten absolut nichts mit den Finanzgeschäften der EVN zu tun. Seit 16. Oktober sei nun bekannt, daß der nunmehr verabschiedete Finanzchef Wolfgang Christl ähnlich defizitäre "Derivativgeschäfte", wie mit seiner Vermögensverwaltung, auch bei der EVN praktiziert habe.

"Völlig inakzeptabel ist die Vogel-Strauß-Politik, zu der sich Gruber jetzt entschlossen hat", erklärte Steiner. "Die NiederösterreicherInnen haben ein Recht auf Information, dem der EVN-General nachzukommen hat. Dies vor allem auch deshalb, weil eine Schädigung in Höhe von mindestens 600 Millionen Schilling im Raum steht". Vor dem Hintergrund des bisherigen Umganges Grubers mit der Materie sei eine Suspendierung von seiner Funktion für die Zeit der Untersuchung zu überlegen. "So, wie sich die Sache derzeit darstellt, ist auch zu klären, in wieweit Gruber auch für die weitere Zukunft für diesen Posten noch tragbar ist", schloß Steiner.

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