Netzwerk Krems: Räume logisch ordnen

LR Sobotka: Bürgernähere Form der Raumordnung

St.Pölten (NLK) - In dem von Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka ins Leben gerufenen Raumordnungsnetzwerk wurden mit Praktikern (z.B. Architekten) und Betroffenen (z.B. Bürgermeistern) neue Wege für die Raumordnung diskutiert. "Die Landesraumordnung muß ihr Selbstverständnis mehr in Richtung Vorgabe von inhaltlichen Zielen lenken und ihre derzeit übertriebenen ‚raumordnungspolizeilichen‘ Aufgaben zurücknehmen", umreißt Landesrat Sobotka das Ergebnis des letzten Netzwerkes in Krems.

Weiters solle, so Sobotka, nicht jede Gemeinde alle Einrichtungen haben. Wenn eine Gemeinde sich als Betriebsstandort besonders eignet, dann soll sie Betriebe ansiedeln lassen. Die Nachbargemeinde, die sich besser für Tourismus eignet, soll aber "auch etwas von der Ansiedlung haben, um nicht als Konkurrent auftreten zu müssen und dadurch unter Umständen sogar ihre besondere Standortqualität für Tourismus aufgeben", konkretisiert Sobotka sein Engagement für einen interkommunalen Finanzausgleich.

Das Abstellen auf kleinere Regionen, gemeint sind damit z.B. die Gerichtsbezirke, als Entscheidungsträger hat mehrere Vorteile. Einerseits ist hier ein hoher Identifikationsgrad gegenüber großen, anonymen Strukturen gegeben, andererseits steht den Gemeinden für Planungen ein über die Gemeindegrenze hinausgehender Raum zur Verfügung. Generell will Sobotka weg von den Verordnungen, wie z.B. "Zentrale Orte", und hin zu Konzepten. So sieht Sobotka einen Vorteil Niederösterreichs im schnelleren Agieren. Dieses soll aber nicht durch lange Umwidmungsverfahren behindert werden: "Daher müssen klare Ziele auf dem Tisch liegen und die Ausführung verstärkt den Gemeinden überlassen werden." Das nächste Netzwerk findet Anfang November bei Zwettl statt.

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