Landesstelle für Brandverhütung:

1.400 Brände im Vorjahr

St.Pölten (NLK) - Im Haus der NÖ Versicherung in Wien fand gestern, 19. Oktober, die 29. Hauptversammlung der Landesstelle für Brandverhütung des Bundeslandes Niederösterreich statt, deren Präsident Landesrat Franz Blochberger ist. Die dabei vorgelegte Brandschadenstatistik weist für das Jahr 1997 1.389 bekannte Brandschadensfälle auf, wobei es zu einer Gesamtschadenshöhe von 631 Millionen Schilling gekommen ist. Dazu kommen noch 8.211 Kleinschäden (unter 20.000 Schilling) mit einer Gesamtschadenssumme von 30,7 Millionen Schilling. Insgesamt waren dabei 105 Verletzte und 6 Tote zu beklagen. Der Zivilbereich hält mit 722 Schadensfällen den prozentuell höchsten Anteil (52 Prozent), bei der Schadenshöhe führt das Gewerbe mit 35,5 Prozent bzw. 217,5 Millionen Schilling diese Statistik an.

Bei den Brandursachen führen Wärmegeräte (26,8 Prozent) und elektrische Energie (18,9 Prozent) die Liste der Schadensfälle an, bei der Schadenshöhe sind dies Brandlegung/Kinderbrandstiftung (30,4 Prozent) und elektrische Energie (21,3 Prozent). Aufgeteilt nach politischen Bezirken gab es die meisten Brandschadensfälle in Amstetten (140), Neunkirchen (119) und St.Pölten (106), die Schadenshöhe war in Wien-Umgebung (118,9 Millionen Schilling), Baden (77,7 Millionen Schilling) und Krems (63,2 Millionen Schilling) am höchsten.

Die Landesstelle für Brandverhütung des Bundeslandes Niederösterreich blickt heuer auf 50 Bestandsjahre zurück, die finanziellen Mittel zur Führung des gemeinnützigen Vereines werden vom Land Niederösterreich und der Versicherungswirtschaft zur Verfügung gestellt und seit einigen Jahren durch zusätzliche Einnahmen in Form von Kommissionsgebühren und Kostenersatz für Beratungen aufgebracht.

Durch die Erkenntnisse vor Ort bei der Ermittlung von Brandursachen konnte vermehrt effizienter vorbeugender Brandschutz betrieben werden. Allein in den letzten Jahren ist die Anzahl der Brände von ca. 2.500 im Jahr 1991 um mehr als 1.100 Fälle auf 1.389 im Jahr 1997 zurückgegangen. Bauliche Brandschutzmaßnahmen bis hin zur Errichtung automatischer Brandmelde- und Löschanlagen haben dazu beigetragen, die Schadenshöhe trotz kontinuierlicher Wertsteigerung annähernd konstant auf etwa 650 Millionen Schilling jährlich zu begrenzen.

Nähere Informationen bei der Landesstelle für Brandverhütung des Bundeslandes Niederösterreich unter der Telefonnummer 02272/61910.

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