Dirnberger: Kürzung des Urlaubs bei Kuraufenthalt kommt nicht in Frage

Wirtschaftskammer soll nicht mit Inseraten gegen Arbeitnehmer hetzen

Wien (OTS) - Zum Vorschlag des Generalsekretärs der Wirtschaftskammer, Günter Stummvoll, wonach Arbeitnehmern bei Kuraufenthalten eine Woche Urlaub gestrichen werden solle, stellt AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest: "Eine solche Kürzung kommt überhaupt nicht in Frage. Kuraufenthalte werden von den Krankenkassen sehr restriktiv genehmigt und dienen der Gesundung des Arbeitnehmers. Mit Urlaub hat das nichts zu tun."

Seit 5 Jahren stagnieren die Einkommen, real kam es sogar zu Verlusten bei den Löhnen und Gehältern. Im Gegensatz dazu steigen die Gewinne der Unternehmen (z.B. OMV-Halbjahresbilanz 1998 + 18 & Gewinn). "Wer in dieser für die Wirtschaft günstigen Situation weiter Verschlechterungen für die Arbeitnehmer fordert, handelt unmoralisch", kritisiert Dirnberger die Wünsche der Unternehmervertreter.

Sozialleistungen durch eine Wertschöpfungsabgabe finanzieren

Mit polemischer Hetze gegen die Arbeitnehmer, wie das Unternehmervertreter derzeit mit Inseraten tun, wird es zu keiner Entlastung des Faktors Arbeit kommen. Wenn es darum geht, den Faktor Arbeit zu entlasten, ist mehr Kreativität gefragt, stellt Dirnberger klar. Dirnberger erinnert an den Vorschlag des ÖAAB, die lohnbezogenen Dienstgeberbeiträge durch eine wertschöpfungsbezogene Abgabe zu ersetzen. Diese Forderung hat zuletzt auch die Bundesarbeitskammer auf Antrag des ÖAAB beschlossen. "Damit wären auch die vielen Klein- und Mittelbetriebe, die personalintensiv arbeiten, entlastet", klärt Dirnberger Stummvoll über die Vorteile für dessen Mitglieder in der Wirtschaftskammer auf.

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AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger

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