- 19.10.1998, 20:34:35
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- OTS0251
Gemeinsame Erklärung zum Industriestandort Österreich=
Wien (Pwk) - Die Kollektivvertragsgemeinschaft des industriellen
Eisen-/Metallsektors auf Arbeitgeberseite, die Gewerkschaft Metall-
Bergbau-Energie und die Sektion Industrie und Gewerbe in der
Gewerkschaft der Privatangestellten geben im Zusammenhang mit den
Kollektivvertragsverhandlungen 1998 folgende gemeinsame
Absichtserklärung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des
Industrie- und Beschäftigungsstandortes Österreich ab: ****
Im Interesse des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit und der
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie sprechen sich die
Kollektivvertragspartner dafür aus, den Faktor Arbeit abgabenmäßig zu
entlasten um der Konkurrenzfähigkeit hinsichtlich der
Arbeitskostenentwicklung Rechnung zu tragen. Es geht darum, eine
positive Einkommensentwicklung für die Arbeitnehmer zu fördern sowie
die heimischen Betriebe in der Kostenkonkurrenz und den Industrie-
und Beschäftigungsstandort Österreich zu stärken.
Konkrete Ansatzpunkte einer Reform im Bereich lohnsummenbezogener
Abgaben könnten sein:
- Wohnbauförderung
- Familienlastenausgleichsfonds
- Kommunalsteuer
Im Zuge der Steuerreform sollen auch die Rahmenbedingungen durch
Vereinfachung der Steueradministration und durch Begünstigungen für
Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen verbessert werden.
Bezüglich der Förderung von Forschung und Entwicklung ebenso wie der
Technologie und des Exports soll es endlich zu konkreten Maßnahmen
kommen.
Die KV-Partner unterstützen aktiv die Maßnahmen der
Bundesregierung, die der Nationale Aktionsplan für Beschäftigung
festlegt. Sie treten ein für die verstärkte Nutzung der betreffenden
Möglichkeiten, insbesondere der Bildungskarenz und des
Solidaritätsprämienmodells.
Der eingeschlagene Weg zur Ausweitung industriespezifischer
Lehrausbildung bzw. zur Schaffung neuer höherqualifizierender
Berufsbilder soll fortgesetzt werden. Die Förderungsinstrumente für
die Lehrausbildung sind zu vereinheitlichen. Die Benachteiligung der
dualen Berufsausbildung gegenüber der schulischen Ausbildung soll
beseitigt werden.
Die Kollektivvertragspartner im Bereich Metallindustrie fordern,
daß auf gesetzlicher Ebene die entsprechenden Schritte gesetzt
werden.
(Schluß) MH
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