KV-Partner einig über Bildungskarenz,Teilzeitarbeit und Pensionen

Aus- und Weiterbildung soll forciert werden Erstmals Vereinbarung über Telearbeit für Angestellte

Wien (Pwk) - Mit einer gemeinsamen Erklärung zur Bildungskarenz haben die Kollektivvertrags-Partner in der Metall- und Elektroindustrie ein deutliches Zeichen zur Aus- und Weiterbildung gesetzt. Die Maßnahme der Bildungskarenz wurde im Zuge des Nationalen Aktionsplanes für Beschäftigung der Bundesregierung entwickelt. Dadurch erhalten grundsätzlich alle ArbeitnehmerInnen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Bildungskarenz kann bis zu einem Jahr in Anspruch genommen werden. ****

Grundlage für die betriebliche Umsetzung soll eine Betriebsvereinbarung sein. Dabei geben die KV-Partner konkrete Qualitätskriterien vor. So sollen die Bildungsmaßnahmen möglichst mit den Unternehmenszielen übereinstimmen und gleichzeitig mit dem Bildungs- und Qualifikationsinteresse der Arbeitnehmer konform gehen. Mit der Bildungskarenz können auch die Chancen zum beruflichen Wiedereinstieg genutzt werden.

Für die Industrieangestellten der Globalrunde gilt ab 1. November 1998 erstmals auch eine Vereinbarung über Telearbeit. Die KV-Partner schlagen bei Telearbeit grundsätzlich den Abschluß einer Betriebsvereinbarung vor. Geregelt sollen dabei insbesondere die Bereiche Arbeitsstätte, Arbeitszeit, Arbeitsmittel, allfällige Aufwandserstattungen, Kontakt zum Betrieb, Haftungsregelung und Beendingung der Telearbeit werden. Kommt es zu keiner Betriebsvereinbarung, dann müssen im Einzeldienstvertrag diese Qualitätskriterien erfüllt sein. Dafür wird von den KV-Partnern ein ergänzter Dienstzettel erarbeitet.

Die KV-Partner anerkennen die Möglichkeit der Nutzung betrieblicher Systeme einer zusätzlichen Absicherung für die Altersversorgung. Eine der möglichen Formen der Unterstützung durch die KV-Partner stellt die Schaffung einer Option im Rahmen der Lohn- und Gehaltsverhandlungen dar. Gleichzeitig wird jedoch festgestellt, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt die gesetzlichen Grundlagen insbesondere auf dem Steuerrecht für eine derartige Regelung noch nicht ausreichen, sodaß in der heurigen Lohn- und Gehaltsrunde keine Lösung gefunden werden konnte. Die KV-Partner werden das Thema aber weiter verfolgen.
(Schluß) MH

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