OMV-Symposion: "Qualität bei Baustoffen und Bauleistungen" aus Anlaß der 100.000sten Tonne Starfalt-Polymerbitumen

Wien (OTS) - Anläßlich der Auslieferung der 100.000sten Tonne Starfalt, eines Spezialbitumens der OMV, fand am 15. Oktober 98 im Forschungszentrum der OMV in Schwechat ein Symposion über die zukünftigen Anforderungen an Bitumen und Asphalt für den Straßenbau statt.

Künftige europäische Normen im Bereich des Bauwesens werden im Vergleich zu den bestehenden österreichischen Anforderungen eine Rücknahme des Anforderungsniveaus bringen.

Dies hat zur Folge, daß Auftraggeber und Auftragnehmer zu vermehrter Verantwortung bei Auswahl der Baustoffe und bei der Ausschreibung und Ausführung der Leistungen aufgefordert sind. Ein Übergehen dieser Verantwortung führt zwangsläufig zu verminderter Qualität des Bauwerks und damit zu verminderter Eignung und verminderter Lebensdauer desselben.

Eine wesentliche Schwierigkeit für alle Beteiligten ergibt sich aus der derzeit vom Gesetz verlangten Vergabe von Leistungen an den Billigstbieter. Im Rahmen der Diskussion wurde die Aufforderung an den Gesetzgeber gerichtet, diese Regelung zu überdenken und eher dem Prinzip des Bestbieters zu folgen.

Wenn diesen Gedanken Folge geleistet wird, dann müssen eindeutige Kriterien für das Erkennen des Bestbieters erarbeitet werden.

Aus derzeitiger Erfahrung besteht die große Gefahr, daß es zur Erreichung des Billigst-Preisniveaus zu nicht vertragsgemäßen Leistungen unter Verwendung billiger, aber qualitativ manchmal nicht entsprechender Baustoffe kommt.

Im Rahmen dieses Symposions und aus gegebener Veranlassung fand eine Podiumsdiskussion u.a. mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und öffentlichen Bauauftraggebern zum Thema

"Lohnt sich Qualität"

statt.

Zusammengefaßt kam es zu folgenden Ergebnissen:

*Qualitätsmanagement (ISO 9000) ist ein hilfreiches und kostensparendes Instrument. Es könnte neben den Baustofflieferanten auch für Bauleistungen und eventuell auch für Ausschreibungen herangezogen werden.

*Die Bonität und ausreichende Leistungsfähigkeit eines Auftraggebers ist zu prüfen. Eine Firma, die während der Arbeiten insolvent wird, verteuert das Bauvorhaben.

*Da Qualität Geld kostet, ist eine ausreichende Finanzierungsgrundlage zu schaffen. Die Politik ist aufgefordert, dafür Sorge zu tragen.

*Eine technische Präqualifikation von Baufirmen ist
erforderlich, um zu verhindern, daß ein Neuling sofort bei technisch schwierigen Bauvorhaben beginnt.

Gesamt gesehen hat die Veranstaltung dazu beigetragen, daß das Verständnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer wesentlich verbessert werden konnte.

Qualität wie sie die OMV immer als Leitsatz betrachtet ist auch weiterhin gefragt, wenngleich manchmal nicht honoriert.

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