Wiener Liberale: Faire Behandlung der Kindergruppen Gebot der Stunde

Bolena: "SPÖ-Umgang mit Privatinitiativen ist skandalös!"

Wien (OTS) Anläßlich der heutigen Pressekonferenz der Kindergruppen meldete sich auch die liberale Sozialsprecherin Alexandra Bolena zu Wort: "Eine faire Behandlung der Kindergruppen wäre schon längst ein Gebot der Stunde." Zwar habe man sich zwischen Gemeinde Wien und Kindergruppen auf eine Förderung einigen können, die den Entfall der AMS Fördermittel für 1998 kompensiert, die Finanzierung für 1999 sei aber noch offen, sagte Bolena.

"Bei den Verhandlungen zwischen MA 11 und Kindergruppen wurde mitgeteilt, daß man sich betreffs der Finanzierung für 1999 im Dezember 1998 zusammensetzen werde. Dies ist angesichts der Tatsache, daß im Wiener Gemeinderat im November Budgetverhandlungen sind, tatsächlich ein Affront", so die liberale Gemeinderätin. Schließlich müßte ja, wenn man tatsächlichen den Willen hätte die Wiener Kindergruppen zu unterstützen, bereits im Budget ausreichend Vorsorge getroffen werden.

Auch sei die Tatsache, daß Stadträtin Laska eine Unterstützung des Dachverbandes als Organisationseinheit ausschließe und nur die einzelne Kindergruppen direkt fördern möchte, kurzsichtig und unfair. "Die Sozialstadträtin weiß wohl selbst am besten, daß eine gute Organisation eine Interessenvertretung voraussetzt. Hätten die Kindergruppen nicht diese Interessenvertretung (den Dachverband), dann wäre es um einiges schwieriger, sich und den gemeinsamen Anliegen Gehör zu verschaffen", so Bolena.

Die liberale Gemeinderätin mutmaßt, daß hinter der geplanten Aushungerung der Interessenvertretung der Kindergruppen kaltes Kalkül steckt: "Wenn die einzelnen Kindergruppen nach einer Zerschlagung des Dachverbandes darauf angewiesen sind, einzeln mit der Gemeinde Wien zu verhandeln, dann bedeutet das zweierlei:
Erstens werden eine Reihe von Kindergruppen aufgeben. Verhandlungen dieser Art muß man nämlich sowohl organisatorisch, als auch persönlich gewachsen sein. Zweitens wird der Verwaltungsaufwand für die MA 11 in genau dem Umfang zunehmen, wie er derzeit vom Dachverband erledigt wird."

Wo hier der Einsparungseffekt liege, sei nicht nachvollziehbar, so Bolena. "Offensichtlich ist die reflexhafte Abwehr all dessen, was privat organisiert wird, noch immer Bestandteil der Strategie der Wiener SPÖ - und das ohne Rücksicht auf Kosten oder Nutzen", so die liberale Sozialsprecherin abschließend.

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