Die Entwicklung der NÖ Landwirtschaft:

Fortsetzung der Konzentration bei der Tierhaltung

St.Pölten (NLK) - Die bereits seit Jahren festgestellten Konzentrationstendenzen in der heimischen Landwirtschaft setzten sich auch im Vorjahr fort, wie dem nun vorliegenden NÖ Veterinär-Jahresbericht 1997 zu entnehmen ist. So geben aus Kostengründen immer öfter landwirtschaftliche Kleinbetriebe die Nutztierhaltung auf, auch der Generationswechsel - viele Jungbauern sind nicht bereit, den elterlichen Betrieb weiterzuführen - zeigt Auswirkungen. Dem gegenüber steht jedoch ein gewisser Trend, den Betrieb zu vergrößern, um konkurrenzfähig zu sein. Das zeigt sich vor allem in der Rinder- und Schweinehaltung. Im Berichtsjahr gaben abermals 903 Betriebe (4,08 Prozent) in Niederösterreich die Rinderhaltung auf, der Viehbestand hat sich um knapp 14.000 auf 522.118 Stück (2,6 Prozent) verringert. Die Zahl der Schweinehalter ist im Vorjahr gegenüber 1996 sogar um 1.378 (5,8 Prozent) auf 22.363 zurückgegangen. Der Bestand an Schweinen hat sich in diesem Zeitraum "nur" um rund 12.500 Stück (1,17 Prozent) auf 1,057.686 verringert. Niederösterreichs Bauern sind damit aber nach wie vor die wichtigsten Nahrungsmittelproduzenten in Österreich. Ihr Anteil am gesamten österreichischen Rinder- und Schweinebestand liegt bei 23,75 bzw. 28,74 Prozent.

Eine gewisse Konzentrationstendenz ist auch bei der alternativen Landwirtschaft festzustellen. Die Zahl der Schafhalter ging auf 3.026 oder um 13,52 Prozent zurück, die Zahl der Schafe erhöhte sich jedoch um 2.321 Stück (3,91 Prozent) auf 61.665. Ähnlich die Entwicklung beim Geflügel. In 20.637 Betrieben (minus 5,26 Prozent) wurden 1997 4,559.021 Hühner gehalten, um über 493.000 Stück oder 12,13 Prozent mehr als im Jahr davor.

Der NÖ Veterinär-Jahresbericht 1997 gibt unter anderem auch Aufschluß über die gesundheitlichen und hygienischen Verhältnisse der landwirtschaftlichen Nutztiere, über Schutzimpfungen sowie über Schlachttier- und Fleischuntersuchungen.

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