Wiener Liberale bekräftigen Kritik an "Compress-Auslandsbüros" des PID (Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien)

Alkier: "Was soll bei Compress verborgen werden?"

Wien (OTS) Spätestens seit dem Lokalaugenschein von "Profil"-Redakteuren in einzelnen "Auslandsbüros" steht für die Wiener Liberalen, laut LIF-Abgeordenten Wolfgang Alkier fest: "Hier wurden im Auftrag des PID Potemkinsche Dörfer aufgebaut. Die mehr als 100 Millionen, die dafür seit 1996 vom PID an Compress geflossen sind, stehen in keiner Relation zu den dortigen Ausgaben oder Leistungen." Es stelle sich die Frage für den tatsächlichen Verbleib und die tatsächliche Verwendung dieser Millionenbeträge.

Die Firma Compress scheine bei der Wiener Stadtregierung ohnehin unter besonderem Schutz zu stehen. Nachdem es dem Rechnungshof in seinem kritikgefüllten Rohbericht über den PID schon nicht gelungen war, sämtliche Umsätze der "Compress"-Gruppe mit der Gemeinde Wien aufzuspüren, wurde eine Anfrage der Liberalen auch nicht beantwortet. Vizebürgermeisterin Laska und Bürgermeister Häupl beriefen sich auf den Datenschutz. "Dies ist ein- und erstmalig, daß die Stadtregierung in einer parlamentarischen Anfrage derartige Angaben verweigert. Sehr offensichtlich soll im Fall Compress einiges verborgen werden", so Alkier.

Bekannt sei jedenfalls, daß Compress allein mit dem PID jährlich eine dreistellige Millionensumme umsetze. Unter einer Vielzahl fragwürdiger oder auffällig gut bezahlter Projekte stechen die Auslandsbüros insofern hervor, da sie für Außenstehende wohl schwerer evaluierbar seien. Die Liberalen gehen jedenfalls davon aus, daß die Auslandsbüros nur die Spitze eines "PID-Compress-Eisberges" seien.

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