Wurde Ötzi akupunktiert?

Wien (OTS) - Heute um 10.30 fand im Cafe Landmann in Wien eine Pressekonferenz zu dieser Frage statt. Ein Forscherteam aus Österreich, Deutschland und Südtirol hat sich in den letzten Monaten mit diesem Thema auseinandergesetzt und seine Ergebnisse in der Zeitschrift "Science" am 9. Oktober im Volume 282, Seite 239f veröffentlicht. An "Ötzi", dem 1991 entdeckten Mann vom Similaungletscher, finden sich Tätowierungen, die eine erstaunliche Übereinstimmung mit klassischen Akupunkturpunkten aufweisen. Zusätzlich passen die mit den Tätowierungen erreichten Punkte sehr gut mit den gesicherten Diagnosen des Eismannes überein - er litt nämlich an Kreuzschmerzen und Beschwerden der Beingelenke.

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung können aus der Sicht der Akupunktur als äußerst wichtiger Fund gewertet werden. Die ältesten archäologischen Funde in China, die auf eine Anwendung der Akupunktur hinweisen, stammen, je nach Autor, aus dem 2. - 10. Jhd. v. Chr., sind also etwa 2500 Jahre alt. Der Mann aus dem Eis weist aber ein Alter von 5200 Jahren auf und ist somit ein etwa doppelt so altes Zeugnis für die Akupunktur wie die ältesten Funde aus China!

Sollten Sie sich für eine ausführlichere Darstellung dieses Themas interessieren, haben wir für Sie auf der Website der "Österreichischen Gesellschaft für Kontrollierte Akupunktur" unter der Adresse www.kontroll-akupunktur.org einen Bericht vorbereitet. Wählen Sie bitte auf der Homepage den Link "Für Ärzte" und auf der nächsten Seite den Link "Gibt es frühgeschichtliche Hinweise für Akupunktur in und um Österreich?"

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