EU-Erweiterung mit Augenmaß, Ehrlichkeit und Sensibilität

Pröll legt erneut NÖ Forderungen auf den Tisch

St.Pölten (NLK) - EU und Bundesregierung sollen sich am Fitneßprogramm für Niederösterreich beteiligen, forderte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung "Forum NÖ". Es umfaßt ein Volumen von einer Milliarde Schilling für die nächsten fünf Jahre. Längerfristig gehen die Forderungen noch weiter. Im Zuge der bevorstehenden Reform der EU-Förderpolitik "müssen wir darauf schauen, daß nicht die Arbeitslosigkeit allein als Hauptkriterium für die Förderungswürdigkeit herangezogen wird. Das wäre eine krasse Ungerechtigkeit gegenüber Niederösterreich. Wir wollen, daß neben der Arbeitslosigkeit auch die Abwanderungsrate, die Fernpendlerrate und das Bruttoregionalprodukt je Einwohner als Kriterium herangezogen werden", konkretisierte der Landeshauptmann seine Erwartungen. Außerdem verlange Niederösterreich Übergangsfristen zu den neuen Förderungsmodalitäten. Bei der Reform der EU-Agrarpolitik müsse auf die Sicherheit der bäuerlichen Einkommen, auf die Landschaftspflege, auf die Erhaltung der Naturräume und auf die Sicherung der Lebenskraft im ländlichen Raum Bedacht genommen werden.

Pröll: "Die EU-Erweiterung wird kommen, ob wir wollen oder nicht. Daher müssen wir darauf hinarbeiten, daß diese Erweiterung mit Augenmaß, Ehrlichkeit, aber auch mit Sensibilität vollzogen wird." Andererseits wolle er unnützen Ängsten entgegenwirken und den Landsleuten deutlich vor Augen führen, daß es neben Risiken auch enorm viele Chancen gebe. Pröll überzeugt: "Wir sind gut vorbereitet." Niederösterreich sei bereits unter den Top ten-Regionen beim Arbeitsmarkt. Die jüngste Statistik aus Brüssel belegt:
Niederösterreich hat die viertniedrigste Arbeitslosenquote mit 3,4 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei 10,7 Prozent. Und in der Jugendbeschäftigung sei Niederösterreich absolute EU-Spitze, so Pröll.

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