EU und USA wollen Wirtschaftsbeziehungen vertiefen

EU-Spitzenbeamter Depayre: Transatlantische Partnerschaft hat hohe Verantwortung für Funktionieren des Welthandels

PWK (Wien) - "Die EU und die USA sind derzeit die größten Wirtschaftsmächte der Welt", sagte der stellvertretender Geeneraldirektor der EU-Kommission, Gerard Depayre, bei einem Vortrag in der Wirtschaftskammer Österreich. Eine verstärkte Zusammenarbeit von EU und USA sei daher nicht nur aus bilateraler Sicht wünschenswert, sondern auch für das gute Funktionieren des Welthandels und die Ergebnisse der WTO (World Trade Organization) ausschlaggebend. ****

Mit der Unterzeichnung der "Transatlantic Economic Partnership" (TEP) bei der Transtalantischen Gipfelkonferenz in London im Mai des Jahres sei ein erster wegweisender Schritt in diese Richtung gesetzt worden, sagte Depayre. Weitere Maßnahmen sollen noch während der österreichischen EU-Präsidentschaft beim Gipfel in Washington, Mitte Dezember, beschlossen werden.

Ziel der TEP sei nicht die Schaffung einer transatlantischen Freihandelszone, sondern das Erarbeiten von pragmatischen Lösungen unter Berücksichtigung der multilateralen Aspekte.

Angestrebt werden in erster Linie gegenseitige Marktöffnungen in den Bereichen Handel mit Industriegütern, Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen und geistiges Eigentum, so Depayre. Auf dem Programm stehen auch die Förderung der Wissenschaftskooperation sowie die Anhebung der Standards für Konsumentenschutz, Gesundheit und Umweltschutz. Durch die gegenseitige Anerkennung von Produktstandards und technischen Vorschriften sollen Zeit und kostenintensive Prüfungen auf ein Minimum reduziert werden.

Die EU und die USA sind für einander nicht nur der jeweils wichtigste Partner im Waren- und Dienstleistungsverkehr, sondern auch bei den Auslandsinvestitionen, betonte Depayre. Rund drei Millionen Arbeitsplätze in beiden Wirtschaftsräumen seien durch die gegenseitigen Investitionen geschaffen worden.

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Mag. Robert Andrecs

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