LR Bauer: Nationalparke im Spannungsfeld des Zusammenwachsens der Regionen

Konfliktpotential im Rahmen der EU-Osterweiterung stellt Ökologie vor neue Herausforderungen

St. Pölten, (SPI) – "Die Ostregion mit Niederösterreich, Wien und dem Burgenland ist in Sachen Naturschutz geradezu vorbildhaft. Obgleich mit den gestiegenen Nutzungsansprüchen (Tourismus, Freizeitwirtschaft) an Natur- und Nationalparke auch das Konfliktpotential wächst, ist in Niederösterreich nahezu ein Drittel der Landesfläche in irgend einer Weise geschützt", stellt Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer heute, 16. Oktober, anläßlich der Tagung "Donauauen - Nationalpark zwischen zwei Hauptstädten – Umweltregion Wien" des Umweltdachverbandes ÖGNU im Palais Eschenbach in Wien fest.****

"Siedlungsdruck, Verkehrsinfrastruktur, Standortqualifikation und verstärkte Nutzungsansprüche an Erholungsräume bedingen besonders in der Ostregion große strukturelle und organisatorische Anstrengungen, um Nationalparke, Naturparke und Schutzgebiete zu verwirklichen und zu erhalten. Im Fall des Nationalpark Donauauen ergibt sich aber auch die Chance – ähnlich wie beim Nationalpark Thayatal – einer internationalen Zusammenarbeit", so Bauer weiter. Gemeinsame Projekte, gemeinsame Vermarktung sowie Informations- und Datenaustausch über ökologie- und ökonomierelavante Themen können helfen, Erfahrungen für bestehende und künftige Projekte zu sammeln und damit auch Gefahren und Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Besonders Wien und Niederösterreich müssen sich bewußt sein, daß mit der zu erwartenden wirtschaftlichen Dynamik der nächsten Jahre und der Entwicklung einer EU-Randzone hin zu einer Zentralregion in einem geeinten europäischen Wirtschaftsraum auch ökologische Risiken entstehen. "Mit der Ansiedelung neuer Betriebe und dem dadurch erhöhten Siedlungsdruck im Hauptstadtdreieck Wien, Bratislava und Budapest stehen wir als Umwelt- und Naturschutzpolitiker vor neuen Herausforderungen", ist sich Bauer sicher. Die Verkehrsproblematik und anstehende Ausbauvorhaben nehmen dabei eine Schlüsselstellung ein, wobei Wiens Bedeutung als transeuropäischer Verkehrsknoten zweifellos gefestigt und ausgebaut werden muß.

"Rechtzeitige Abklärung der Risiken, zeitgerechte Planungen, Abstimmung der Interessen und vor allem eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Ländern und Regionen sind in Zukunft noch stärker zu verankern, um die Orientierung der Umweltpolitik auf die zu erwartende Entwicklung abzustimmen. Niederösterreich kann und wird wichtige Beiträge zu künftigen "Großraumlösungen" leisten", so Landesrat Hannes Bauer abschließend.
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