V.E.T.O. - VEGETARISCH - WELTERNÄHRUNGSTAG

Wien (OTS) - Während in vielen Staaten der sogenannten "Entwicklungsländer" Hunger herrscht, wachsen die Fleischberge im Westen dank Intensivtierhaltung weiter an. Anläßlich des heutigen Welternährungstages fordern die Vereinten Tierschutzorganisationen V.E.T.O. ein Umdenken in Richtung mehr Vegetarismus. Dies würde einerseits Tierleid und andererseits Gesundheitsrisken verringern.

Jahrelang lancierten bestimmte Vertretern der Fleischindustrie bewußt das Gerücht, wonach vegetarische Ernährung zu Mangelerscheinungen und damit Gesundheitsschäden führe. Die Wissenschaft beginnt mit diesen Vorurteilen aufzuräumen, wie Studien aus Deutschland belegen.

Univ. Prof. Dr. Helmut Rottka aus Berlin stellte fest, daß Vegetarier im Schnitt gesünder leben, da sie kalorienärmere und dafür ballaststoffreichere Kost zu sich nehmen. Vegetarier weisen höhere Kalzium-Werte auf, ebenso deutlich mehr Kalium, aber weniger Natrium. Natriumüberschuß gilt als eine der Ursachen für Bluthochdruck und stellt damit ein Gesundheitsrisiko dar.

Rottka meint auch, daß die viel strapazierte Ansicht, Vegetarier leiden unter Mangelerscheinungen "längst auf die Müllhalde der Geschichte" gehöre.

Mag. Alexander Willer, V.E.T.O.-Sprecher: "Solange die Vegetarier nur rund ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, wird sich an der Ausbeutung von "Nutztieren" wenig ändern und auch der Hunger in der 3. Welt nicht verringert werden. Intensivtierhaltung erwies sich noch nie als Problemlösung passend. V.E.T.O. wird daher verstärkt für Weizen- oder Sojaprodukte werben. Nur durch ein Umdenken bezüglich Eßgewohnheiten können Auswüchse wie Herodesprämie, Hormonbehandlung oder BSE beseitigt werden."

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