Gründungszuwachs erfreulich, aber noch keine Gründerwelle

JW-Bundesgeschäftsführer Helmel: Regierung muß endlich die zugesagte Imagekampagne für die Selbständigkeit umsetzen

Wien (PWK) - Die heute von Wirtschaftsminister Farnleitner vorgestellten ****

Studienergebnisse zum österreichischen Gründungsgeschehen bezeichnete der Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft, Alfons

H. Helmel, in der Grundtendenz als erfreulich, warnte aber davor, das

Thema "Gründungsoffensive" als erledigt anzusehen.

Man dürfe zudem angesichts der wachsenden Zahl von Einzelunternehmern

nicht auf jene Gründer vergessen, die sich in den für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit wichtigen technologie- und damit kapitalintensiven Branchen positionieren würden und deutlich mehr Arbeitsplätze schaffen könnten.
"Unsere Forderung nach neuen Eigenkapitalinstrumenten bleibt aktuell.

Es gibt ein beachtliches Segment an Jungunternehmern, das mit dem herkömmlichen Kredit als Finanzierungsinstrument nicht das Auslangen

findet. Hier muß es neue Instrumente geben - etwa neue Gründerfonds", sagte Helmel.

Der Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft rief in Erinnerung,

daß nicht zuletzt die Junge Wirtschaft durch vielfältige Initiativen, wie etwa das JW-Gründungssparen, oder die JW-Gründerwochen in Kooperation mit Kreditinstituten in ganz Österreich, Stimmung für die Selbständigkeit gemacht habe. "Wer in den letzten Jahren viel von einer Gründungswelle geredet, aber nicht gehandelt hat, das war die Bundesregierung. Auf die zugesagte bundesweite Imagekampagne für Förderung der Selbständigkeit in Österreich warten wir noch immer", kritisierte Helmel.

Als positiv bewertete der JW-Bundesgeschäftsführer, daß sich Wirtschaftsminister Farnleitner zur Einrichtung von "one-stop-shops" bekannt habe. "Solche one-stop-shops darf es aber nicht nur als Serviceeinrichtungen geben, sondern als Dienstleistungseinrichtungen der Bürokratie. Eine Anlaufstelle für alle bürokratischen Anforderungen, ein Verfahren und ein Bescheid:
So

muß künftig der bürokratische Teil einer Unternehmensgründung über die Bühne gehen", forderte Helmel.

Nicht nur an den Hochschulen, bereits im österreichischen Schulsystem

müsse die Selbständigkeit verankert werden, erklärte der JW-Bundesgeschäftsführer, "schließlich kennen unsere Schüler heute nur ein Berufsbild ganz genau: Das des beamteten Lehrers, der

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