Prammer trifft oö.Spitzenpolitiker am 16. Oktober 1998

Energiepartnerschaft mit Tschechien und AKW Temelin bilden die Schwerpunkte des Oberösterreich-Besuchs

Wien (OTS) - Die zwischen Tschechien und Österreich in der
Vorwoche vereinbarte Energiepartnerschaft und das Atomkraftwerk Temelin bilden die Schwerpunkte eines Oberösterreich-Besuchs von Konsumenschutzministerin Barbara Prammer im 16. Oktober 1998. Die Ministerin wird in Linz mit Landeshauptmann Josef Pühringer, den Klubobmänner der oö.Landtagsparteien und den oö.Mitgliedern im Umweltausschuß des Nationalrates zusammentreffen. "Ein abgestimmtes Vorgehen österreichischer Entscheidungsträger ist mitentscheidend, um ein nachhaltiges Umdenken in der Energiepolitik unseres nördlichen Nachbarstaaten zu erreichen", begründet Prammer ihren Oberösterreich-Besuch. ****

Bei ihrem Besuch in Prag in der Vorwoche hat Prammer in Gesprächen mit Tschechiens Ministerpräsident Zeman, Umweltminister Kuzvart und Vize-Industrieminister Dvorak eine "Österreichisch-Tschechische Energiepartnerschaft" vereinbart. Die Expertengespräche werden sofort gestartet, bei einer Konferenz in Wien Anfang 1999 werden erste konkrete Kooperationsschritte gesetzt, stellt Prammer fest.

Tschechien wird bis Ende März 1999 ein neues Gesamtenergiekonzept erstellen, in dem auch eine Beurteilung der Atomenergie durchgeführt wird. "Da in diesem Gesamtenergiekonzept auch Fragen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz berücksichtigt werden, ist eine "Österreichisch-Tschechische Energiepartnerschaft" äußerst sinnvoll", zeigt Prammer auf.

Das AKW Temelin bildete beim Tschechien-Besuch von Prammer einen wesentlichen Schwerpunkt. Ministerpräsident Zeman erklärte, daß er einen Vertreter Österreichs in der Kommission zur wirtschaftlichen Prüfung Temelins, in der auch drei EU-Vertreter mitarbeiten werden, begrüßen werde. Prammer hat sich mit dem Angebot zur Mitarbeit in dieser Kommission bereits an die zuständigen EU-Kommissare Papoutsis und Bjerregard gewandt. Das Ergebnis dieser Kommission, das laut Angaben Tschechiens bereits zu Jahresende vorliegen soll, wird wesentlichen Einfluß darauf haben, wie es mit dem AKW Temelin weitergeht.

Bezüglich des Ausbaues des Atommüllagers Dukovany wurde Prammer von tschechischer Seite versichert, daß die österreichischen Stellungnahmen den gleichen Stellenwert wie die tschechischen haben werden. Österreich wird bis zum Ende der Einspruchsfrist am 19. Oktober eine Stellungnahme einbringen, so Prammer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Frauenangelegenheiten
und Verbraucherschutz
Robert Wier
Tel.: 01/536 33 0

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFR/OTS