Anläßlich der Eröffnung der "Baubiologischen Tage 1998" in Linz: Prammer: Schadstoffe in Wohnungen können zu Erkrankungen führen

Mit einfachen Maßnahmen kann das Risiko deutlich vermindert werden

Wien (OTS) - Fast jeder Eigentümer oder Mieter eines Hauses oder einer Wohnung ist darauf bedacht, durch eine effiziente Wärmedämmung Heizkosten zu sparen. Eine zu gute Wärmedämmung kann aber beispielsweise bei der gleichzeitigen Verwendung von Holzschutz- oder Lösungsmitteln (z.B. in Lacken enthalten) zu Problemen führen, weil es dann kurzfristig zu hohen Schadstoffkonzentrationen in der Wohnung kommen kann, stellt Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer anläßlich der Eröffnung der Wohnbautagung "Biologisch Bauen - Gesund Wohnen - Energiesparen" in der Linzer Sporthalle am 16. Oktober 1998 fest. ****

Prammer rät daher, die mit diesen Stoffen behandelten Innenräume einige Tage zu meiden, damit sich die Bewohner keiner gesundheitsgefährdenden Belastung durch Schadstoffe aussetzen.

Grundsätzlich gilt die Schadstoffbelastung in Innenräumen als eine der Hauptursachen für Atemwegserkrankungen in Industrieländern. Insgesamt 70 bis 90 Prozent seines Lebens verbringt ein Österreicher in Innenräumen wie Wohnung, Schule oder Büro. Wenn sich in diesen Räumen auch nur wenig Schadstoffe befinden, können sie doch über Jahre eingeatmet zu Erkrankungen führen, zeigt Prammer auf.

Die Verwendung von Holzschutzmitteln sollte in Innenräumen überhaupt vermieden werden, da die darin enthaltenen Substanzen in hoher Konzentration nach Ansicht der Experten vor allem bei Kindern, kranken und älteren Menschen Allergien auslösen können. Lösungsmittel sind Bestandteil vieler Produkte wie beispielsweise von Farben und Lacken, Reinigungsmitteln oder Teppich- und Tapetenklebestoffen. Eine zu intensive Belastung kann zu Schleimhautreizungen der Atemwege und Augen führen oder eine narkotische Wirkung haben.

Bei der Verwendung dieser Produkte sind die damit behandelten Räume gut zu lüften und unbedingt einige Tage zu meiden, damit sich die Menschen in diesen Wohnungen keiner gesundheitsgefährdenden Belastung aussetzen, stellt Prammer abschließend fest (Schluß).

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